Hier finden Sie detaillierte Informationen zu aktuellen Kunst und Bau Auslobungen und Entscheidungen aus ganz Rheinland-Pfalz.

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Entscheidung

Kunst am Bau Wettbewerb für den Neubau Berufsbildungs- und Technologiezentrums in Trier

Beschränkter Wettbewerb mit offenem, vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren
Ausgelobte Summe: 135.000,- EUR einschließlich MwSt.

Durch die Empfehlung des Preisgerichts ist der Wettbewerb „Kunst am Bau“ abgeschlossen.

Anlass und Ziel: Die Handwerkskammer Trier, vertreten durch den Präsidenten Rudi Müller sowie den Hauptgeschäftsführer Axel Bettendorf, lobte einen Wettbewerb unter Künstlern aus, um Gestaltungsvorschläge für das Projekt 'Kunst am Bau' des Neubaus Berufsbildungs- und Technologiezentrums in Trier zu erhalten.

Verfahren: Der Wettbewerb wurde als offener zweiphasiger Wettbewerb ausgeschrieben. Aus den Teilnehmern der ersten Bewerbungsphase wurden sieben Teilnehmer vom Auswahlgremium des Bewerberverfahrens ausgewählt und für die zweite Phase eingeladen. Das Verfahren in der zweiten Phase war anonym.

Eingeladene Künstlerinnen und Künstler bzw. Künstlerduos: Worring, Katharina und Buchow, Valerie | Hase, Hans und Freising, Hannes | Quiring, Markus und Schwartz, Mirko | Bitzigeio, Werner und Waxweiler, Jürgen | Volkmer, Michael und Carstensen, Eric | Sattel, Otmar und Prof. Bosslet, Eberhard | Drassl, Markus / Meraner, Michael und Sauer, Raphaela (MDMM)

Wettbewerbsaufgabe: Der Auslober wünschte sich eine Bewerbung für je zwei Positionen, Künstler oder Künstlergruppen, die entweder die Außenfläche und den Fußweg oder den Eingangsbereich, Flur und Luftraum als Ort für die Kunst am Bau sehen. Erwartet wurde eine Wechselwirkung zwischen den unterschiedlichen Positionen.

Entscheidung Preisgericht: Für den Wettbewerb mit offenem vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren wurden insgesamt 26 Arbeiten fristgerecht eingereicht und zum Preisgericht zugelassen. Das Preisgericht tagte am 05.06.2019 im Tagungszentrum der Handwerkskammer Trier mit anschließender Ortsbegehung des Neubaus. Das Preisgericht empfiehlt, den ersten Preisträger mit der Realisierung zu beauftragen. Gewonnen hat die Arbeit von MDMM = Drassl, Markus / Meraner, Michael und Sauer, Raphaela (MDMM)

Konzeptidee von MDMM: VON DER HAND ZUM HANDWERKER (Auszüge)

Von der „Hand“ und dem Körperlichen im Außenbereich gelangen wir zum “Handwerker“ und dem Geistigen Im Innenraum. … Der zentrale Hauptzugang zum BTZ führt die Menschen axial und auf direktem Wege in die neue „Wissenskathedrale“ der Handwerker. Diese Magistrale soll mit Mosaiken von Handabbildungen aus allen Kulturepochen und Kulturkreisen gestaltet werden. In altrömischer Manier werden Mosaiksteinchen in Handarbeit verlegt – dabei dienen verschiedenste Handmotive als Vorlage. … Ein Querschnitt durch die Geschichte zeigt die Wichtigkeit der Hände von Anbeginn bis in die Gegenwart. … Neben ihrer zentralen Funktion für fast alle Arbeiten – mit bloßen Händen oder mit Werkzeugen – werden die Hände auch zur Informationsübermittlung, also zu Zwecken der Kommunikation, genutzt. … Im Innenraum des neuen Gebäudes werden die Glasbrüstungen des 1. und 2. Stockwerks mit Handwerksmotiven bespielt. Auf transluzenten Spezialfolien erkennt der Betrachter Bilder, welche den Handwerker kreuz und quer durch alle Epochen und Berufszweige zeigt. …Erst bei näherem Hinsehen lösen sich die Bilder in Buchstaben auf: vertikale Buchstabenreihen lassen die Handwerksmotive entstehen. … Ein Handwerker ist demnach weit mehr als ein Handarbeiter, der mit den Händen Fertigkeiten ausübt. Der Handwerker steht für die besondere menschliche Möglichkeit engagierten Tuns. Die Textbausteine … sind Auszüge aus „Das Kapital“ von Karl-Marx (Trier), dem Grundgesetz, Auszüge aus dem Arbeitsrecht, Handwerksrichtlinien … Durch diese Texte auf den Glasbrüstungen entstehen Bilder, welche wieder zu Texten werden und umgekehrt …

Begründung der Jury: Das Preisrichtergremium bewertet die Arbeit als herausragend. Die künstlerische Ausgestaltung nimmt formal und inhaltlich eine Beziehung zur Gebäudenutzung und Architektur auf und hebt sie künstlerisch heraus. Sie passt sich nahtlos in die Architektur ein. Die Ausarbeitungen greifen die Aspekte Tradition und Innovation im Handwerk sowohl im Außen- als auch im Innenbereich gleichermaßen auf. Die Arbeit betont die Hand als das Organ des Handelns. Sie erzählt den Werdegang des Handwerks und damit den Werdegang des Menschen. Die graphisch zeitgemäße Übersetzung und Betonung der „Handarbeit“ stellt einen gelungenen Bezug zu den Räumlichkeiten sowie zum Hier und Jetzt her. Die Künstler bringen einen ganz eigenen ästhetischen Anspruch zum Ausdruck.


Auslober
Koordination Kontakt

Thomas Sandner
0651/207-150
tsandner(at)hwk-trier.de

Termine
05.06.19 Preisgericht

Downloads

Auslobung
HWK Trier-Kunst am Bau - DER HANDWERKER
HWK Trier-Kunst am Bau - DIE HAND
HWK Trier-Kunst am Bau - KONZEPTPAPIER

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