Kathi Kaeppel

The Passage | 2023 | Mainz

Kunstwerk "The Passage" von Kathi Kaeppel - KAB Mainz Münsterplatz© Foto Klaus Weddig, VG Bild Kunst, Bon
Kunstwerk "The Passage" von Kathi Kaeppel - KAB Mainz Münsterplatz© Foto Klaus Weddig, VG Bild Kunst, Bon
Kunstwerk "The Passage" von Kathi Kaeppel - KAB Mainz Münsterplatz© Foto Klaus Weddig, VG Bild Kunst, Bon
Kunstwerk "The Passage" von Kathi Kaeppel - KAB Mainz Münsterplatz© Foto Klaus Weddig, VG Bild Kunst, Bon
Kunstwerk "The Passage" von Kathi Kaeppel - KAB Mainz Münsterplatz© Foto Klaus Weddig, VG Bild Kunst, Bon
Kunstwerk "The Passage" von Kathi Kaeppel - KAB Mainz Münsterplatz© Foto Klaus Weddig, VG Bild Kunst, Bonn
Kunstwerk "The Passage" von Kathi Kaeppel - KAB Mainz Münsterplatz
Kunstwerk "The Passage" von Kathi Kaeppel - KAB Mainz Münsterplatz
Kunstwerk "The Passage" von Kathi Kaeppel - KAB Mainz Münsterplatz
Kunstwerk "The Passage" von Kathi Kaeppel - KAB Mainz Münsterplatz
Kunstwerk "The Passage" von Kathi Kaeppel - KAB Mainz Münsterplatz
Kunstwerk "The Passage" von Kathi Kaeppel - KAB Mainz Münsterplatz

Münsterplatz Mainz

Münsterplatz
55116 Mainz

Außenbereich

The Passage, ist eine künstlerische Interpretation der Dynamik eines spezifischen städtischen Raumes, die als Panoramazeichnung an dem Ort installiert ist. Die Bewegungs-Notation untersucht den urbanen Raum des Münsterplatzes in Mainz, der seit jeher den zentralen Verkehrsknotenpunkt der Stadt bildet. Der Münsterplatz gilt als wichtigster Eingang zur Mainzer Altstadt. Er wird von zwei mehrspurigen frequentierten Straßen, Fahrradwegen und einer Straßenbahnlinie durchkreuzt. Sein Name geht auf das an dieser Stelle stehende Münstertor der Festung Mainz und der Abtei Altmünster zurück. Die Zeichnung analysiert und reflektiert die Bewegungen, Strömungen, Richtungen, Menschen und Verkehrsmittel, die Verdichtungen und Entleerungen des Platzes: Die stete Veränderung des Ortes im Laufe der Zeit.

The Passage ist als ortsspezifische Arbeit angelegt worden, indem zunächst die Bewegungen von Passantinnen, Fahrrädern, Autos, Bussen und Bahnen, wechselnde Lichtstimmungen, aber auch der Stadtraum an sich in Ausdehnung und Bewegungsmöglichkeiten betrachtet, notiert, sortiert, abstrahiert, überformt und codiert wurden. Eine zusätzliche Datenerhebung fand durch Archivmaterial und Google Maps statt. Aus einzelnen Motiven, Bildelementen, Farben und Formen wurde eine Bewegungs-Notation von insgesamt 10.880 x 1407,5 cm Höhe entwickelt. Die Sachlichkeit der denkmalgeschützten Architektur, die den Platz durch klare Formen und eine durchlaufende Horizontale räumlich umranden, bilden das geometrischen Gerüst der Komposition. Die bewegten Elemente wurden nach einem zuvor definierten Farb- und Skalensystem als formales Vielfaches in einer geometrischen Formensprache eingezeichnet. Die hellblauen Kreise kennzeichnen Fahrräder, hellgrüne Linien Autos, hellblaue Linien Wolken etc. Die Größe und das Format der Zeichnung beziehen sich auf den urbanen Maßstab. Der Maßstab ermöglicht es der Passantin sich die Installation durch die eigene Bewegung zu erschließen. Die Bewegung im urbanen Raum wurde in eine Bewegungs-Notation übersetzt, die wiederum eine Bewegung im Stadtraum provoziert. 

Die Panoramazeichnung ermöglicht eine Momentaufnahme von Raum und Zeit. Durch die permanente Installation des Panoramas im Stadtraum entsteht ein Spannungsfeld zwischen der Momentaufnahme und allen zukünftigen Augenblicken des Ortes.

Die Zeichnung wurde in acht Parts als Druck auf VSG-Glas vor Ort montiert.
 

Text von Kathi Kaeppel