Auslobung

Trier | ehemalige Gneisenaukaserne

Anlass und Ziel:
In der Denkmalzone „Gneisenaubering“ im Stadtteil Trier-West soll ein gemeinsames Kunst am Bau Projekt für zwei Maßnahmen aus dem Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ entstehen.

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Es handelt sich zum einen um das 2021 sanierte und für sozialen Wohnungsbau umgenutzte ehemalige Kasernengebäude und zum anderen um die ehemalige Reithalle, die 2025 fertiggestellt und zur Parkhalle umgebaut wurde.
Der Standort des Gebäudes befindet sich im neu geschaffenen multifunktionalen Grünraumband, das sich  an der Giebelseite der Parkhalle vorbei durch das Areal
zieht.

Verfahren:
offener Wettbewerb – einstufig

Eingeladene Künstlerinnen und Künstler:
Offener Wettbewerb mit 15 eingereichten Arbeiten

Wettbewerbsaufgabe (Auszug):
Die Denkmalzone „Gneisenaubering“ im Stadtteil Trier-West ist ein Zeugnis der preußischen und deutschen Militär- und Sozialgeschichte sowie der Trierer Stadtentwicklung.
Das Kunstwerk soll sich mit der Geschichte des Areals und der Menschen, die dort leben und lebten auseinandersetzen. In das Kunstwerk sollen historische Gusssäulen integriert werden, die aus dem ehemaligen Kasernengebäude stammen.

Entscheidung Preisgericht:
Es wurden 15 Arbeiten termingerecht eingereicht und zur Beurteilung zugelassen.
Das Preisgericht empfiehlt der Ausloberin die Arbeit der Künstlerin Gabriele Bruckmann zur Ausführung.

Begründung der Jury:
Der erste Preis überzeugt durch seine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Ort, Bewohnern und Historie. Der Wandel und die Vielfalt des Viertel werden überzeugend dargestellt. Mit der Idee einen identitätsstiftenden Titel („mir derhaam“) in den Sockel zu integrieren wird ein Gefühl der Zugehörigkeit und Akzeptanz vermittelt.

Konzeptidee vom Künstler:
"Konversion: 161 er _ mir derhaam" beschreibt den Wandel einer von der Stadt Trier gebauten, preussischen Kaserne zu dem heutigen Wohnviertel das im Rahmen des Projektes "soziale Stadt" zu einem lebenswerten Zuhause (derhaam) geworden ist, mit dem sich die Menschen identifizieren. Ein buntes Viertel mit verschiedenen Kulturen und einer Vielzahl an sozialen Einrichtungen für die Trierer Bewohner*innen.  Jeder der 4 Betonsockel steht für einen Abschnitt / Ära. Zunächst eng beisammen, dann zunehmend eigenständig werdend und sich von der Vergangenheit lösend.  

1. Sockel
Preussische Kaserne: original belassene gusseiserne Säule  

2. Sockel
Umbau zu Wohnungen: original Säule mit ersten farbigen Bearbeitungen.

3. Sockel
Soziale Stadt ab 2003: sich lösender Betonblock mit original Stütze und vielfältig farbiger Bearbeitung.

4. Sockel
Lebenswert umgestaltetes Viertel: völlig losgelöster Betonblock mit neuer komplett farbiger Metallstütze.

Zwei weitere, freistehende neue Metallstützen unterstreichen dieses neue frische Lebensgefühl für kommende Generationen und drücken eine positive Zukunftsperspektive aus.  

Der Titel des Kunstobjektes ist in den Beton eingelassen und ist mit seiner Trierer Mundart im 4. Sockel identitätsstiftend.  
Die Betonsockel können auch als Sitzmöglichkeit genutzt werden und passen sich in die neu gestaltete Landschaftsarchitektur mit ihren Sichtbetonelementen ein.

Das Ministerium der Finanzen hat die Unterlagen zum Wettbewerbsverfahren nicht auf Rechtmäßigkeit und/oder Vollständigkeit überprüft und übernimmt daher keinesfalls eine Haftung.

Ausgelobte Summe
60.508,00 € (brutto) inkl. Material und Honorar
Art des Verfahrens
Offener Wettbewerb
Termine
27.08.2025
Veröffentlichung Entscheidung
10.10.2025
geplante Fertigstellung
Auslober
Stadtverwaltung der Stadt Trier
Susanne Nipp
0651-718 2652
Mail: Susanne.Nipp(at)Trier.de
Galerie (2 Bilder)
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