Balsen&Weber

unter der Haut | 2021 | Mainz

Eine organisch anmutende Struktur erstreckt sich über die Fassade des Neubaus der Transfusionszentrale.

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Sie erhebt sich aus der geometrischen Form des Baukörpers, bleibt diesem jedoch in Farbe und Oberflächenbeschaffenheit treu. Steckt etwas Gewachsenes unter der Haut des Hauses? Dehnt es sich im Inneren noch weiter aus? Oder drückt sich etwas, das drinnen stattfindet, nach außen hin aus?

Aus Mikroskopaufnahmen wurde ein deutlich vergrößertes prototypisches Objekt gebaut, welches an die typischen roten Blutplättchen erinnert. Dieses wird durch Repetition zur Grundlage der Struktur einer Ansammlung. Sie tritt von den Seiten zu ihrer Mitte hin immer weiter aus der Fassade des Gebäudes heraus. An den Rändern erscheinen so nur einzelne kleine Elemente, im Zentrum erhebt sich die Form deutlich. 
In der Materialwahl wurde direkt die Fassade des Gebäudes übernommen: WDVS, verputzt und gestrichen. So entsteht – oder bleibt – eine homogene Oberfläche. Skulptur und Gebäude gehen ineinander über, werden eins. 

Die Arbeit zieht sich plastisch über die Ostseite auf die Nordfassade hinaus. Ähnlich einem schüchternen Winken, während man hinter einer Ecke hervorlugt, lädt sie so Passanten zu sich ein, welche sich am historischen Eingangsgebäude der Klinik befinden oder mit dem Bus über die Langenbeckstraße fahren.

Text von balsen&weber

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Transfusionszentrale Mainz

Augustusplatz 4
55131 Mainz