Entscheidung

Herrstein | Erweiterungsbau IGS Herrstein-Rhaunen

nichtoffener Wettbewerb mit offenem, vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren
Ausgelobte Summe: 40.000,00 € (brutto) inkl. Material und Honorar

Anlass und Ziel:
Die Kreisverwaltung Birkenfeld (Auslober) bat um Abgabe von Gestaltungsvorschlägen und Entwürfen für die künstlerische Ausgestaltung am Erweiterungsbau der IGS Herrstein-Rhaunen am Standort Herrstein.

Verfahren:
bundesweiter beschränkter Wettbewerb mit offenem, vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren.

Eingeladene Künstlerinnen und Künstler:
Waldemar Bachmeier, Nürnberg
Zygmunt Blazejewski, Darmstadt
Anne Boissel, Berlin
Zora Kreuzer, Berlin
Nika Radic, Berlin
Anne Katrin Schreiner, Frankfurt
Yvonne Lee Schulz, Berlin
Andrea Stahl, Berlin

Wettbewerbsaufgabe (Auszug):
Der erste Eindruck ist der Wichtigste“, dies gilt auch für ein Gebäude und ganz besonders für eins, in dem Menschen arbeiten. Für junge Schulen, wie die Magister Laukhard IGS eine ist, gilt wie für alle anderen Schulen, dass der Raum als dritter Pädagoge fungiert. Pädagogisch wertvolle Architektur, also eine, die dafür entwickelt wurde, dass Kinder in ihr besonders gut lernen können, beachtet, dass der Lernraum immer mehr zum Lebensraum wird, allein schon weil SchülerInnen und Lehrkräfte in Ganztagsschulen sehr viel Zeit verbringen.
Der Auftraggeber wünscht sich die Umsetzung von „Kunst am Bau“ im neuen Eingangsbereich und oder Treppenraum der IGS Herrstein-Rhaunen- Die Menschen, die den Eingangsbereich der ML IGS betreten, könnten durch eine Art Lichtweg im Eingangsbereich begrüßt werden. Dabei wünscht der Auftraggeber, dass sich die Naturtöne in der Schule abbilden lassen, die wir in der Umgebung der Schule überall finden. Ein frisches Grün und die Farben des Schullogos sind schon in einigen Räumen zu sehen. Vielleicht lassen sich die illuminierten Bereiche im Eingangsbereich jahrzeitengerecht werden.
Der Einsatz von Lichtquellen soll Lichtverschmutzung vermeiden. Denkbar wären programmierten Lichtspiele, die sich farblich den verschiedenen Jahreszeiten und den schulischen Events des jährliches Lernrythmus angleichen. Zur Erzeugung von Lichteffekten, die als inspirierend empfunden werde sollen, ist sowohl die Beleuchtung mit Tageslicht als auch die Beleuchtung mit künstlichem Licht geeignet. (…)

Entscheidung Preisgericht:
Das Preisgericht tagte am 16.09.2020 im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen und wählte aus den 7 fristgerecht eingereichten und den entsprechend geforderten Unterlagen in der Auslobung eingereichten Wettbewerbsarbeiten aus.
Nach dem 3. Wahldurchgang prämierte das Preisgericht die Arbeit mit dem Titel „Innenbereich – colourflow | Aussenbereich – welcome“ vom Künstler Waldemar Bachmeier

Begründung der Jury:
Damit empfiehlt das Preisgericht dem Auslober die Arbeit mit der Tarnzahl 140589 mit folgender Begründung zur Ausführung:
Der Entwurf zeigt einen freundlichen Lichtweg der bereits vor der Eingangstür mit dem Schriftzug der Schule beginnt. Die Farbgebung kann der Stimmung und den Jahreszeiten angepasst werden. Auch bei ausgeschaltetem Licht sind die Farben der Schule zu erkennen. Der Entwurf überzeugt durch die verschiedenen Farbgestaltungen und durch den Einsatz von Naturtönen. Die Zweiteilung der Arbeit wurde durchweg positiv bewertet, da die Kunst bereits im Außenbereich beginnt und die Schüler mit frohen Farben in die Pausenhalle begleitet. Der Entwurf setzt die Wünsche des Auftraggebers, die in der Ausschreibung formuliert wurde in allen Punkten um.

Konzeptidee Waldemar Bachmeier (Auszug):

Titel „Innenbereich – colourflow | Aussenbereich – welcome

Die Konzeptidee ist durch die Aufgabenstellung des Wettbewerbs vorgegeben -Licht -.
Die Schüler werden durch ein farbiges Lichtsignet begrüßt - die Farbe ist veränderbar - kann z.B. täglich oder wöchentlich, geändert werden. Das Licht kann als ein Signal für den Unterrichtsbeginn oder das Pausenende fungieren. Es kann sich langsam über den Tag verändern - nur ausgewählte Farbigkeit zeigen - es ist vielseitig programmierbar. Es kann in den Schulfarben Gelb / Grün eingestellt werden - vielleicht können sich Klassen auch eine Farbe wünschen? Bei Sonnenschein nimmt es sich zurück und bei trüben Wetter kann es den Weg weisen.
In der Pausenhalle werden die Schüler dann von einer Lichtwand empfangen. Auch hier ist die Farbe nicht statisch, sondern verändert sich permanent. Eine Schulstunde kann ein Lichtzyklus sein von Gelb wieder zum Gelb - über Rot zu einem Grün. Im ausgeschalteten Zustand ist die Grundfarbigkeit Grün / Gelb zu sehen - die Farben der IGS Herrstein - Rhaunen. Eine Lichtinstallation die also auch ohne Licht funktioniert. Mit Licht ist sie natürlich viel interessanter. Sie hüllt, je nachdem wie intensiv die RGB LED's eingestellt sind auch die nähere Umgebung in einem Farbschleier - und sie strahlt natürlich auch nach außen.
Es soll viele trübe Tage in Herrstein geben - es könnte jetzt auch viele farbige Tage geben. Und weil wir jetzt schon wieder bei der Farbe sind - ich würde den Treppenhausturm in einem satten Orange streichen. Ein schöner Gegenpunkt zu dem Grün der Fassaden. (…)

 

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