Entscheidung

Ludwigshafen | Neubau Kindertagesstätte (KTS) am Ebertpark

Beschränkter Wettbewerb
Ausgelobte Summe: 35.000,00 € (brutto) inkl. Material und Honorar

Anlass und Ziel:

Aufgrund des hohen Bedarfs an Kindergartenplätzen für Zweijährige sowie der steigenden Geburtenrate in den vergangenen Jahren müssen in Ludwigshafen weitere Neubauten errichtet oder bestehende Kindertagesstätten erweitert werden.
Die Kindertagesstätte (KTS) Ebertpark wurde als achtgruppige barrierefreie Einrichtung mit 1 Krippengruppe, 5 geöffneten Kindergartengruppen und 2 Hortgruppen in der Nähe des Ebertparks errichtet.
Als mögliche Orte für die Realisierung eines künstlerischen Projektes wurden der Außenbereich vor dem Eingang, der Zaun an der Gebäudevorderseite, der Balkon auf der Rückseite des Gebäudes (dient nur als Fluchtweg) oder die Außenanlagen definiert.

Verfahren:

Im Namen der KTS Ebertpark lobte die Stadt Ludwighafen am Rhein vertreten durch die Oberbürgermeisterin und betreut durch das Wilhelm-Hack-Museum und das Gebäudemanagement der Stadtverwaltung Ludwigshafen einen Wettbewerb unter Künstlern aus, um Gestaltungsvorschläge zu bekommen.
Der Wettbewerb wurde als beschränkter Einladungswettbewerb ausgeschrieben.
Für die Realisierung des Kunstwerkes standen 35.000 € (brutto) inkl. Material und Honorar zur Verfügung.
Es wurden vier Entwürfe fristgerecht eingereicht und zum Preisgericht 14.11.2019 zugelassen.

Eingeladene Künstlerinnen und Künstler:

Werner Bitzigeio
Thomas Brenner
Conhereos – Mirko Schwartz und Markus Quiring
Geckeis & Walz
Katja von Puttkamer

Wettbewerbsaufgabe (Auszug):

Die Nähe zur Natur mitten in der Stadt beeinflusst auch das pädagogische Konzept der KTS Ebertpark. Neben Themen wie „Natur erleben“ oder „Schützen und Bewahren“ spielt das Experiment eine wichtige Rolle in der Arbeit in der Kindertagesstätte. So gibt es neben einer Bibliothek auch eine Forscherwerkstatt für die Kinder. Neben der Natur sind Bewegung und Sprache wichtige Aspekte, die thematisch im Projektvorschlag aufgegriffen werden können.
Mögliche Orte für die Realisierung eines künstlerischen Projektes könnten der Außenbereich vor dem Eingang, der Zaun an der Gebäudevorderseite, der Balkon auf der Rückseite des Gebäudes (dient nur als Fluchtweg) oder die Außenanlagen sein. (…)

Entscheidung Preisgericht: 

Das Preisgericht prämierte die Arbeit »hochhinaus und drumherum« choreographische Podeste von der Künstlergruppe Conhereos – Mirko Schwartz und Markus Quiring.

Begründung der Jury: 

Der Entwurf „hochhinaus und drumherum“ choreographische Podeste spielt mit der Augenhöhe der Kinder. Er ist selbsterklärend für die Kinder. Sie können die Kunst aktiv erleben. Die Gestaltung ist gut gelungen. Ein harmonischer 4-Klang mit Farben.
Die Elemente gehen eine Symbiose mit den vorhandenen Mauern ein. Der Ort bekommt eine neue Bedeutung. Eine große Qualität für den Eingangsbereich. Eine elegante Lösung zwischen Spielzeug und Skulptur.

Konzeptidee Siegerentwurf: (Auszug)

»hochhinaus und drumherum«
choreographische Podeste

 (…) Der Wunsch nach Teilhabe an der Höhe treibt Kinder wie selbstverständlich an (und auf den Stehhocker an der Spüle, auf den Tisch usw.).
Vier choreographische Podeste machen den Kindern das Angebot, sich in ihrer Umgebung zu erheben.
So erhöht, auf Augenhöhe mit den Erwachsenen, werden sie sichtbarer (im Winken) und hörbarer (im Rufen) - sie erweitern ihren Handlungsraum. Das ermöglicht ihnen im äußeren Kitaeingangsbereich neue dialogische Miteinander, mit den Erwachsenen sowie mit anderen Kindern.
Gleichzeitig binden sich die Kinder dadurch in den Raum des Eingangsbereichs auf ihnen bisher unmögliche Weise ein - und setzen sich in Szene. Die Anordnung und Form der Podeste fordert sie zu eigenen Bewegungschoreographien im Raum auf. Und regt an zu eigenständigen Prozesse einer Raumerfahrung an diesem Ort.

 

 

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