Mario Hergueta

Curatio | 2008 | Mainz

© Birgit Luxenburger, VG Bild-Kunst Bonn
© Birgit Luxenburger, VG Bild-Kunst Bonn
© Birgit Luxenburger, VG Bild-Kunst Bonn
© Birgit Luxenburger, VG Bild-Kunst Bonn
© Birgit Luxenburger, VG Bild-Kunst Bonn

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Konservative Medizin

Langenbeckstraße 1 
55131 Mainz

Gebäude 605, Fassade

Asklepios, der Gott der Heilkunde und sein Symbol, der Stab mit Schlange, dienen als Anregung für die künstlerische Übersetzung. Der Äskulapstab gilt als Zeichen der medizinischen Wissenschaften. Bei dem künstlerischen Gestaltungskonzept erfährt der Äskulapstab eine Transformation: das Symbol der Schlange wird in ein Sprachzeichen übersetzt. Der lateinische Schriftzug „Curatio" (Heilen, Behandeln) nimmt die Stelle der Schlange ein und schmiegt sich am Stab an. Der rote Schriftzug ist aus Aluminium geschnitten und an einem 13,5 m langen, eloxiertem Aluminium-Rundstab montiert. Der Rundstab neigt sich oben leicht nach vorne, sodass das Objekt in 10 m Höhe zu schweben scheint. An der Innenwand im Foyer ist der Schriftzug „Curatio" durch die Spiegelung des Wortes und das Verschieben der Lettern transformiert. Es entsteht eine organisch anmutende symmetrische Formfigur, die in den Dialog mit dem tektonischen Raster der Stahlkonstruktion tritt und die Wand neu gliedert. Damit behauptet sich die Arbeit als integraler Bestandteil des Gebäudekomplexes. Die Formfigur ist aus Aluminiumblech geschnitten und rot pulverbeschichtet. Durch das strahlende Rot wird die Signalwirkung des Objektes unterstrichen, die Orientierung gesichert und die örtliche Identifikation verstärkt.

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