Entstehung des Kunstwerkes Meadow

Wiese, Weide, Gras bedeutet auf Englisch „Meadow“. Das ist der Titel der künstlerischen Ausgestaltung für die neue Polizeidienststelle in Landau. Der notwendige Sicherheitszaun wurde künstlerisch uminterpretiert. Das Künstlerduo Axel Anklam und Thomas Henninger aus Berlin überzeugte die Jury in einem beschränkten Wettbewerb zur Kunst am Bau im Oktober 2018.

Begründung Jury: (Auszug)

Die Arbeit „Meadow" interpretiert das Thema „Zaun" auf völlig neue Weise als Gräserreihe, die in der Visualisierung eine sommerlich-heitere Anmutung entfaltet. Damit wird das schlichte Bürogebäude mit seiner funktionalen Geometrie um eine besondere ästhetische Dimension erweitert. Die „Gräser" formen eine bewegt wirkende, in Ockertönen schimmernde durchlässige Schicht. Diese ist nicht mehr in erster Linie als Abgrenzung wahrnehmbar. Funktion und Motiv des Zauns werden so mit künstlerischen Mitteln als gezielte gestalterische Maßnahme „umcodiert". Die Arbeit wirkt im Wort- und übertragenen Sinn „zugänglich" - und verfügt über einen hohen Wiedererkennungswert, der ein starkes Zeichen setzt. Dimension und Farbigkeit der künstlerischen Lösung erzeugen eine gute Fernwirkung und leisten einen wertvollen Beitrag zur positiven Identifikation mit dem Ort, die sich auf die Wahrnehmung der Polizeibehörde insgesamt übertragen wird.

Im August 2020 wurde die Idee erfolgreich realisiert.

Technische Beschreibung Künstlerduo Axel Anklam und Thomas Henninger:

Die Installation wird gefertigt aus Stahlrohr, feuerverzinkt und pulverbeschichtet. Die Struktur der Konstruktion wird den Sicherheitsanforderungen des vorgegebenen Sicherheitszaunes entsprechen. Die Durchlassbreiten zwischen den halmartigen Kastenprofilen werden im Original nicht die geforderten 10 cm unterschreiten.
Das Material der Halme wird aus Rechteckrohr 60 x 20 x 2 mm gefertigt und dann auf Grundträger aus U-Baustahl 260 x 65 x 6 mm aufgeschweißt. Um eine größere Festigkeit des gesamten Gefüges zu erreichen werden die, durch Verschränkung der Halme entstehenden, Berührungspunkte miteinander verschweißt. Um die Möglichkeit für einen Tritt zum Übersteigen zu vermeiden, wird es diese Berührungspunkte nur in einer Höhe ab 2 Meter geben. Wo dies nicht möglich ist, werden nach Bedarf 8 mm dicke Rundstähle zwischengeschweißt. Ein Übersteigschutz ist so gewährleistet.
Die detaillierte Feinplanung der Sicherheitsfunktionen der Installation erfolgt nach Beauftragung mit den verantwortlichen Planern. In Teilsegmenten von 1.50 m Länge werden die Zaunelemente aneinandergereiht auf den vorhandenen Betonsockel mit den je vier 120 mm langen, 14 mm dicken Schrauben verankert. Statisch werden diese Parameter alle bei eventueller Auftragsvergabe geprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die gesamte Oberfläche wird feuerverzinkt und pulverbeschichtet. Der Farbton Goldocker wird Glimmerelemente enthalten, durch welche die Tonigkeit der Farbe durch das einfallende Licht aus unterschiedlichen Perspektiven variiert. Ein dauerhafter Korrosionsschutz ist somit gegeben.

Details zum Kunstwerk finden Sie in unserer Kunstwerkesammlung.

Details zur Wettbewerbsentscheidung finden Sie hier.