Hier finden Sie detaillierte Informationen zu aktuellen Kunst und Bau Auslobungen und Entscheidungen aus ganz Rheinland-Pfalz.

aktuelle Kunst und Bau Wettbewerbe

Die Ausschreibung für den offenen Kunst und Bau Wettbewerb| Neubau Transfusionszentrale Unimedizin Mainz wurde veröffentlicht. Die Entwürfe sind bis zum 26.07.2019 einzureichen. weiterlesen

Die Bekanntmachung für den Kunst und Bau Wettbewerb| Kaiserslautern| Technische Universität Kaiserslautern wurde veröffentlicht, Bewerbungsfrist endet am 07.05.2019. mehr erfahren

 

 

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Entscheidung

Wettbewerb Kunst am Bau | Trier | neue Einfriedung Auguste-Viktoria-Gymnasium Klosterbau

Offener zweistufiger Wettbewerb
Ausgelobte Summe: 40.000, - Euro (inkl. MwSt.)

Am Freitag, den 23.11.2018 fiel die Entscheidung zur künstlerischen Gestaltung einer neuen Einfriedung im Außenbereich der Erstinstandsetzung AVG Klosterbau in Trier. Der Wettbewerbsbeitrag von Gabriele Bruckmann konnte die 9-köpfige Jury überzeugen. Der ausgewählte Entwurf soll bis 31.05.2019 realisiert werden.

 

 

 

Anlass und Ziel:

Im Zuge der Erstinstandsetzung AVG Klosterbau in Trier hat die GWT Trier mit der Empfehlung des Preisgerichts das Verfahren für die künstlerische Ausgestaltung beendet. Die Aufgabe des Wettbewerbs war es, ein Kunstwerk in Bezug auf die neue Einfriedung im Bereich der Außenfläche der Schule zu entwickeln.

Verfahren:

Für den ausgelobten Kunst am Bau Wettbewerb, der in zwei Phasen anonym abgewickelt wurde, waren im August 2018 in der ersten Phase insgesamt 12 Beiträge eingegangen, hiervon waren 3 Beiträge zur weiteren Bearbeitung für die 2. Phase ausgewählt worden. Das Wettbewerbsverfahren erfolgte in Anlehnung an die Richtlinien für die Durchführung von Planungswettbewerben (RPW 2013) und den Empfehlungen des Leitfadens – Kunst am Bau (BMVBS 2012). Auslober dieses Kunstwettbewerbes war die Stadt Trier.

Für die zweite Phase wurden folgende Künstler ausgewählt:

Bruckmann, Gabriele | Quappe Steffen, Stephan| Müller-Dannhausen, Burghard

Wettbewerbsaufgabe (Auszug):

Das im Zentrum der Stadt Trier gelegene Auguste-Viktoria-Gymnasium ist eine Schule mit einer langen Tradition. Seit 1996 ist die Schule als UNESCO-Projektschule ausgezeichnet. Als konsequente Umsetzung dieses Gedankenguts entwickelte sich ab 1998 das Engagement der Schule in Südindien und seit 2001 die Indienpartnerschaft des AVG für eine nachhaltige Entwicklung e.V. Der künstlerische Beitrag akzentuiert das Schulgebäude und dessen unmittelbare Umgebung. Durch seine künstlerische Qualität und Aussagekraft wird der Betrachter für die Umgebung sensibilisiert. Das Kunstwerk steht als Bindeglied zwischen Denkmalgeschichte, bestehender schulischer Nutzung und lebendiger Innenstadt. Die Einfriedung steht nicht als Zeichen der Begrenzung oder Ausgrenzung, sondern der Integration und Verbindung. Es entsteht ein Kunstwerk, das als eine Art Signet, eine ikonische Gestaltung Imagefunktion besitzt, aber sich nicht in den Vordergrund des Denkmals stellt.

Entscheidung Preisgericht:

Für den offenen, zweiphasigen, anonymen Wettbewerb wurden insgesamt 3 Arbeiten für die zweite Phase zugelassen. Das Preisgericht tagte am 23.11.2018 in den Räumen der GWT Trier und empfahl die Arbeit der Künstlerin Bruckmann, Gabriele aus Trier zur Realisierung.

Begründung Jury:

Die Arbeit nimmt deutlich Bezug auf das Schulgebäude und seine Umgebung, sowie der spezifischen Ausrichtung der Schule als UNESCO-Projektschule und ihr Engagement in Südindien. Inhaltlich leistet die Arbeit einen künstlerischen Beitrag mit dem Thema ‚Aufbruch-Öffnung-Toleranz‘: Verschiedene Materialen und die Farbgebung inszenieren eine subtile Öffnung der eigentlich geschlossenen Einfriedung, die dadurch neu erlebt werden kann. Die ‚Fenster‘, welche die Zaunanlage in drei Punkten durchbrechen, stehen für Offenheit. Die Glasscheiben dienen zur Übermittlung von Botschaften, die bildlich, aber auch durch prägnante Schriftelemente, betont werden. Der Bezug zu dem historischen Gebäude, der Indienpartnerschaft und dem Toleranzbegriff wird ‚vielschichtig‘ verdeutlicht und vertreten die Schule als ‚offene‘ Schule auch von innen nach außen. Der Einbezug der Schüler in die Auswahl des Schriftelements wird hierbei positiv bewertet, da eine Identifikation mit dem Kunstwerk entstehen kann. Schule als Ort des Austauschs und der Begegnung. Der in den Bereichen der Mauer bereits vorhandene Zaun soll fortgeführt und mit den Toranlagen farblich einbezogen bzw. symbolisch aufgelöst werden. Die Drehung der Stäbe versinnbildlicht das Öffnen und nimmt die tatsächliche Bewegung des Öffnens vorweg. Der denkmalgeschützte Bau erfährt durch den künstlerischen Beitrag eine neue Leichtigkeit, ohne dass die Historie in irgendeiner Form verdrängt würde.

Die „Kunst am Bau„ lädt die Passanten ein, sich mit der Schule im historischen Gebäude zu beschäftigen. Durch die künstlerische Intervention an der Zaunanlage wird die weltoffene und tolerante Haltung der Schule deutlich gemacht und nach außen getragen.

1. Preis – 973863 Gabriele Bruckmann, Trier

Konzeptidee Künstlerin (Auszug):

Aufbruch _Öffnung _Toleranz

„…Mein Entwurfs-Beitrag soll die[se] Begrenzung aufbrechen und ein Tor / Fenster öffnen.

… Das linke Scheibenpaar besteht aus einer Innenansicht der Aula und einer neutralen Scheibe mit dem Titel der Kunst: AUFBRUCH - ÖFFNUNG – TOLERANZ. Rechtes Scheibenpaar: Die Scheibe mit dem geöffneten Tor des AVGs gibt den Blick auf ein traditionell indisches Fenster frei. Die straßenzugewandte Scheibe ist mit einem Text bedruckt, der das Thema Toleranz behandelt.[*] Ein drittes Element befindet sich rechts der Lehrereinfahrt. Hier ist die Zaunanlage durch ein „offenes Fenster mit Durchblick“ durchbrochen. Lediglich ein Text von beiden Seiten gestaltet die Scheibe. Den gefallenen Stäben folgen in Richtung des Tores farbige, um 8°/-8° gedrehte Stäbe in gleicher Dimension. Die Farbigkeit und Dichte intensiviert sich zum Tor hin. Sie sollen die Schüler symbolisieren, die sich durch die Öffnung der Scheiben, den Wegfall der Grenzen auf den Weg zu mehr Toleranz machen. Ich möchte eine Bewegtheit und Fröhlichkeit zum Ausdruck bringen, die mit dieser Vielfalt einhergeht. Die farbigen Stäbe verteilen sich in einem gleichmäßigen Rhythmus auf der gesamten Länge der Zaunanlage und durchbrechen auch hier symbolisch die Grenzen und tragen zu einer positiven Stimmung bei.“

Zusätzliche Information:

Eine Ausstellung über die drei Beiträge aus der 2. Phase ist für Anfang 2019 vorgesehen und wird noch auf der Internetseite der Stadt Trier bekannt gegeben.


Auslober

Stadtverwaltung der Stadt Trier
Am Augustinerhof
54290 Trier

Koordination Kontakt

Christa Lange, Gebäudewirtschaft Trier
0651/718-1652
christa.lange[at]trier.de (das [at] bitte durch ein @ ersetzen)

Termine
17.12.18 Erscheinungstag
23.11.18 Entscheidung Preisgericht
31.05.19 geplante Fertigstellung

Downloads

Massstäbliche Zeichnung| Siegerentwurf
Lageplan Grundriss | Wettbewerb Kunst am Bau

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