Kunstwerke

Zwischen Kern und Schale

Die Licht-Rauminstallation verdeutlicht die Nahtstelle zwischen dem Bestandsgebäude des Instituts für Kernchemie und dem Erweiterungsbau, welche durch eine schachtartige Raumfuge über zwei Etagen und die ganze Gebäudebreite gebildet wird (7,6 m x 1,4 m x 13,5 m). Hier ordnet der Künstler grün fluoresziernde Rohre an, die in Anordnung und Menge an eine technische oder auch organische Verbindung erinnern. Die Zahl der Rohre entspricht der Zahl der chemischen Elemente im Periodensystem. In Verlängerung der Rohre zum Treppenraum wurde eine 2 m x 2 m große quadratische Platte aus Aluminium angebracht, aus welcher kurze zylindrische LED-Leuchtkörper in beliebiger Verteilung herausragen und den gesamten Treppenraum in grünes Licht tauchen. Die Anzahl der 10 cm langen, sandgestrahlten Plexiglaselemente entspricht der Anzahl der Verbindungselemente auf der anderen Wandseite und soll den Eindruck einer konzentrierten Häufung auf einer begrenzten Fläche hervorrufen. Die Wände in der Fuge und die Aluminiumrohre sind mit fluorenzierender Spezialfarbe gestrichen und werden von an der Decke angebrachten UV-Röhren angestrahlt.



Curatio

Asklepios, der Gott der Heilkunde und sein Symbol, der Stab mit Schlange, dienen als Anregung für die künstlerische Übersetzung. Der Äskulapstab gilt als Zeichen der medizinischen Wissenschaften. Bei dem künstlerischen Gestaltungskonzept erfährt der Äskulapstab eine Transformation: das Symbol der Schlange wird in ein Sprachzeichen übersetzt. Der lateinische Schriftzug „Curatio" (Heilen, Behandeln) nimmt die Stelle der Schlange ein und schmiegt sich am Stab an. Der rote Schriftzug ist aus Aluminium geschnitten und an einem 13,5 m langen, eloxiertem Aluminium-Rundstab montiert. Der Rundstab neigt sich oben leicht nach vorne, sodass das Objekt in 10 m Höhe zu schweben scheint. An der Innenwand im Foyer ist der Schriftzug „Curatio" durch die Spiegelung des Wortes und das Verschieben der Lettern transformiert. Es entsteht eine organisch anmutende symmetrische Formfigur, die in den Dialog mit dem tektonischen Raster der Stahlkonstruktion tritt und die Wand neu gliedert. Damit behauptet sich die Arbeit als integraler Bestandteil des Gebäudekomplexes. Die Formfigur ist aus Aluminiumblech geschnitten und rot pulverbeschichtet. Durch das strahlende Rot wird die Signalwirkung des Objektes unterstrichen, die Orientierung gesichert und die örtliche Identifikation verstärkt.



Rotorskop

Die künstlerische Ausgestaltung hebt das spezifische Merkmal des Gebäudes, den sich auf dem Dach befindenden Hubschrauberlandeplatz, hervor. Sie ist in der Fassade seitlich des Haupteinganges  angeordnet und besteht aus einem LED-Licht-Objekt aus powerglass grafik display, einer patentierten Technologie. Es handelt sich dabei um die Verbindung von SMD-Leuchtdioden (LED) mit der Technik der kabellosen Stromversorgung in Kombination mit Giesharzverbundglas. Die LED sind einzeln und in Gruppen ansteuerbar. Die gesamte Oberfläche besteht aus 18 getrennt kontrollierbaren Glassektoren, die lückenlos zu einer einheitlichen Glasfläche montiert sind. Die Glasfläche wird durch einen Aluminiumrahmen eingefasst, der technisch und ästhetisch der Fassadenfläche angepasst ist. Über das Objekt wird ein Animationsfilm abgespielt, der Kaskaden von übereinander geschichteten, stilisierten, rotierenden Objekten beinhaltet, welche die Rotorbewegungen der auf dem Dach des Gebäudes startenden und landenden Rettungshubschrauber adaptiert.



ohne Titel

Der Entwurf gliedert sechs Bauteile mit den Farben Gelb, Blau und Rot auf vier bzw. fünf Ebenen. Jede Flurwand wird mit einem zum Ende hin öffnenden Keil bemalt. Beginnend mit einer Gesamthöhe von 47 cm öffnet sich der Keil auf die ganze Flurhöhe&nbsp;vollflächig und geht in die Rückwand über. Die Höhe der spitzen Seite des Keils am Anfang der Flure gibt Auskunft über die Ebene. Auf Ebene&nbsp;0 beginnt der Farbkeil unten am Boden, auf der Ebene 4 unter der Decke. Die Malerei verbindet optisch die durch die Abfolge der Türen zerstückelte Wand.&nbsp;Der Flur wird als Raum erfahrbar und mit den Gruppenräumen zu einem Bereich gefasst. Die Variationen der grafischen Komponenten geben jedem der 25 Flure eine eigene Gestaltung. Gleichzeitig bleibt die Bildsprache leicht einprägsam und lesbar. Sich öffnende bzw. schließende Linien spielen mit der Perspektive und bieten die unterschiedlichsten Eindrücke immer nicht gleichförmiger Architektur. Der Einfluss von Farbqualität und Quantität ist stufenlos erlebbar. Die gewählten Farben Pastellblau, Lachsrot und Zinkgelb sind in Abstimmung mit dem Grau der Türen ausgesucht und kommen auf einem Signalweiß zu einem ausgewogenen Klang.<br />



While discussing life

Auf drei Seiten des Besucherraumes hängen insgesamt 23 Bilder, die als Großdias in Leuchtrahmen präsentiert sind. <br />Die Dias zeigen eine Welt, die Einblicke in ein ganz normales Alltagsleben geben. Diese Welt ist individuell gehalten, wird aber nicht so persönlich, dass man von der Welt einer ganz bestimmten Person ausgeht. Es könnte das Umfeld oder Teile des Umfeldes eines Jeden sein. <br />Es sind Gegenstände zu sehen, Raumausschnitte, Landschaften, ein Paar und ein immer wieder kehrender Mann in einem karierten Hemd. Dieser Mann, der in mehreren Bildern zu sehen ist und durch sein Hemd auch immer wieder erkannt wird, ist eine Art Anonymus.<br />Das Ziel ist es, mit den Bildern&nbsp;Neugierde zu wecken und Assoziationen anzuregen. Die Benutzer des Besucherraumes sollen Lust bekommen, die Bilder anzuschauen und sich mit ihnen zu beschäftigen.<br />Die Art der Hängung ist dabei sehr wichtig. Zum einen entstehen bei den Bildern immer wieder Bezüge zueinander, die Freiraum für Assoziationen lassen. Zum anderen bricht sie den Rhythmus der Edelstahlstützen und Tischanordnung auf und lässt den Raum persönlicher anmuten.



ohne Titel

Im Erweiterungsbau des Landesmusikgymnasiums in Montabaur sind Unterrichtsräume und Übungsräume untergebracht. Der Baukörper ist durch Wahrnehmung von Musik in unterschiedlichster Intensität erlebbar. <br />Die Arbeit von Anton Kokl überzeugt durch die besondere Korrespondenz mit der Musik. Auf subtile Art werden die dargestellten Formen die Flüchtigkeit und die Vielschichtigkeit der Musik wiedergegeben. In der Malerei entstehen räumliche Tiefe und eine ruhige Dynamik, die sinnbildlich für die Tiefenwirkung und Bewegtheit von Musik stehen kann.<br />Dabei wird die Interferenzfarbe als besonders geeignetes Darstellungsmittel für die Fluoreszenz der Töne und die unterschiedliche Wahrnehmung von Musik ja nach Betrachterstandpunkt bewertet. Das Kunstwerk drängt sich durch die zurückhaltende Formensprache nicht auf, gibt dem Betrachter keine&nbsp;Richtung vor, es stehen viele unterschiedliche Möglichkeiten der Betrachtung offen.



ohne Titel

Die Künstler ordnen an einer Wandseite Lamellen an, die im Vorübergehen ein bewegtes Bild erzeugen. Je nach Standort werden drei Worte wahrgenommen: MORBUS RESTIZUTA SANITAS<br />Der Effekt wird durch speziell angefertigte Aluminium-Winkeleisen hergestellt, die im Rechten Winkel zur Wand angebracht wurden. Des Weiteren wurde in einen neuen, erhöhten Rammschutz ein Vierzeiler eingefräst, der beim betreten und verlassen des Klinikums zu lesen ist: SCHON VERSCHWUNDEN SIND DIE STUNDEN <br />HINGESCHWUNDEN SCHMERZ UND GLÜCK;<br />FÜHL ES VOR: DU WIRST GESUNDEN<br />TRAUE NEUEM TAGESLICHT Durch die Verwendung der Farbe Weiß, Elfenbein und Rot wird die Rauminstallation definiert und zusammengefasst.



Lichtung

Das Kunstwerk &quot;Lichtung&quot; setzt neben eine historische Straßenlaterne eine Peitschenleuchte neuesten Fabrikats, die diese beleuchtet. Das zweiteilige Lichtobjekt symbolisiert in reduzierter Formensprache die Thematik der &quot;Agentur für Qualitätssicherung, Evaluation und Selbstständigkeit von Schulen (AQS)&quot;. Die beiden Straßenleuchten stehen für das Aufeinandertreffen von alten und neuen Strukturen und Denkweisen. Das altbewährte muss sich immer wieder einer zeitgemäßen Reflexion stellen. Das Neue kann sich nicht ohne die Erfahrung und die Erkenntnis der Vergangenheit entwickeln. <br />&quot;Lichtung&quot; versinnbildlicht eine freundschaftlich behutsame Beleuchtung (Untersuchung), mit dem Ziel zeitgemäßer Veränderung und Verbesserung. Die Spiegelung in der Glasfassade unterstützt die Idee der Reflexion. Auch tagsüber, bei nicht eingeschaltetem Licht ist die inhaltliche Aussage und Poesie der Lichtskulptur erlebbar. Die Lampen stammen aus der Stadt Bad Kreuznach und werden so vollständig in das Stadtbild integriert. Ebenso ist der Rhythmus der Leuchtphasen identisch mit dem der anderen Straßenlaternen der Stadt.



ohne Titel

Grundlage der Wandmalerei sind die Farben Schwarz und Weiß sowie das Einsetzen verschiedener Raster. Die Komposition aus unterschiedlich breiten und langen diagonalen Flächen und Rastern korrespondiert mit den vertikalen Elementen der Edelstahlbänder. Sie geben ein tektonisches Raster vor, welches von den diagonalen großformatigen Stabformen und Rasterflächen kontra-punktiert wird. Die Rasterflächen öffnen scheinbar den Raum. Es wird eine Neugliederung und Akzentuierung der Wandflächen erzielt. Die Materialität der Mauer, deren Farbigkeit und auch Fleckigkeit, wird als Bildgrund genutzt. Der durchscheinende Untergrund birgt einen Raum illusionistischer Tiefe. Die künstlerische Setzung ist als ein integraler Bestandteil der Mauer erfahrbar und weiträumig sichtbar.



Schichtung und Dreiteiligkeit

Mit der künstlerischen Gestaltung der Fenster ist die Absicht verbunden, dem Besucher die Gelegenheit zur meditativen Besinnung zu geben und gleichzeitig den Eindruck des Eingesperrtseins zu nehmen. Die Fenster wurden dafür ganzflächig mit beidseitig satiniertem Glas und einer malerischen Ätzstruktur sowie thermisch verformten Floatgläsern versehen und mit farbigen Echtantikgläsern belebt. Die überwiegende Farbe ist Weiß. Dieses ermöglicht zum einen eine größtmögliche Belichtung, welche notwendig ist, da der Multifunktionsraum von hohen Gebäudeteilen umgeben ist. Zum anderen entspricht die Zurückhaltung der Farbigkeit der geforderten Schlichtheit. Optische Durchbrüche, sogenannte Lichtlinien entstehen durch unbehandelte Glaspartien, die sich dunkler gegen das Licht abzeichnen. Ein rückseitiges Belegen von unterschiedlich dichten Sandstrahlpartien ergibt ein reizvolles Spiel mit der Opazität des Glases. In der Gestaltung zeigt sich eine &nbsp;Bezugnahme der formalen Gestaltung der horizontalen Schichtung und vertikalen Dreiteilung der Meistermann Fenster. Die neu gestalteten Fenster sind zudem eine Hommage an die Landschaft der Vulkaneifel und ein Zitat dieser landschaftlichen Besonderheit: Sie zeigen deren Schichtung und Staffelbrüche.&nbsp;



Katzenaugen-Feld

Die Reflektoren in runder Form und unterschiedlicher Größe ragen wie Blumen in leichter Schräge auf langen Stielen. Die Höhe entspricht etwa der eines echten Blumenfelds, Autoscheinwerfer oder Lichter der Fahrradfahrer werden bei Nacht die Reflektoren streifen. Die hohen Stiele und verschieden geneigten Blüten sind allesamt aus Edelstahl, die Blütenköpfe sind mit roter und oranger Folie überzogen.



ohne Titel

Die Skulptur, ein hochformatiger burgundischer Kalkstein in den Abmessungen von ca. 210 x 110 x 40 cm, steht in einem flachen Becken aus Sichtbeton von 160 x 140 x 12 cm. Die Bildwirkung der Skulptur entsteht aus der Blockhaftig-keit des Steines. Sein 'Inneres' besteht aus unregelmäßig verbundenen ca. 10-15 cm starken, rund ausgebildeten Linien, die den umlaufend ausgebildeten rechtwinkligen Rahmen durchbrechen und an den urspünglichen Außenseiten des Blocks enden. Dort erinnern sie etwa an Sicherungsbolzen einer Tür. Der Kontrast zwischen Willkürlichkeit und Ordnung bestimmt die Skulptur.



steil-col-lage

In der Wandnische des Repräsentationsraumes im DLR Mosel sind vier 55&quot; 16:9 HD Monitore hochkant nebeneinander installiert. Auf ihnen laufen filmische Eindrücke ohne Ton, die den Steillagenweinbau an der Mosel im Jahresverlauf collagieren, wobei sich jeweils der Bildinhalt im einminütigen Wechsel ändert. Jedem Monitor ist ein Jahreszeit zugeordnet: Winter, Frühling, Sommer und Herbst. Alle fünfzehn Minuten wird ein verbindendes Element auf allen Monitoren gezeigt: Eine langsame Kamerafahrt entlang einer Steillage mit Blickrichtung den Weinberg hinab auf die Mosel, um das Gefälle in der Steillage zu verdeutlichen. Die Kamerafahrt nimmt die Fließrichtung der Mosel auf. Nach einer Stunde beginnt die Endlosschleife von vorne. Die Inhalte der vier Tableaux Vivants entschleunigen die Realität, lenken das Augenmerk auf das Besondere im Alltäglichen und machen die Emotionalität der Kulturland¬schaft in ihrer eigenen Zeitlichkeit erfahrbar. Man kann dem Wein beim Wachsen und Reifen zusehen. Die Installation liegt an einer markanten Stelle im Gebäude und ist von außen einsehbar, wodurch die Videoinstallation auch nachts als graphisches Element und Blickfang für das Gebäude fungiert.



käme ich noch mal vorbei

Die künstlerische Ausgestaltung besteht aus 17 hinterleuchteten Siebdrucken, die in vier Gruppen in den fensterlosen Flurbereichen des Neubaus angeordnet sind und neue „Ausblicke&quot; schaffen. Die einzelnen Motive beschäftigen sich mit der Wahrnehmung unserer Umgebung bei langsamen oder schnellem Fortbewegen oder auch kurzem Verweilen, mit den Bruchstücken, die man dabei aufnimmt und dem, was davon in Erinnerung bleibt. Abhängig von Geschwindigkeit, Blickrichtung und Konzentration auf bestimmte Dinge, bleiben mehr oder weniger detaillierte Bilder zurück, prägen sich bestimmte Details genauer ein, andere werden nur unbewusst und schemenhaft wahrgenommen - mal als helle oder dunkle Fläche, mal als Umrisslinie. Manche Fragmente werden optisch in das nächste Bild hineintransportiert, andere verschwinden wieder, manche Details kehren sich um, andere lösen sich auf. Im Übergangsbereich zwischen Alt- und Neubau, in dem mehrere Flure zusammentreffen, findet sich in der Auswahl der Motive der Gedanke des Zusammentreffens und Verweilens wieder. In den langen, schmalen Fluren des Neubaus dagegen liegt der thematische Schwerpunkt bei den im Bewegen wahrgenommenen Eindrücken. Die graue Linierung des Papiers, auf dem die Zeichnungen entstanden sind, werden als Zitat übernommen.



Zweitklang

Eine computergesteuerte mechanische Orgel in einer großen Glasvitrine begrenzt den Hof der Musikhochschule zur Straße hin. Mittels eines digitalen Analyseverfahrens werden die Klänge aus den Überräumen in Echtzeit mit langsam wechselnden Zweiklängen akustisch und unverstärkt von der wetterfesten Orgel harmonisch ergänzt. Die verspielte Form der Musikmaschine zitiert in Proportion und Ansicht maßstabsgetreu die Architektur des „Laut-Trakts“ des Neubaus. Ihre ironische Formensprache involviert in die subversiven Inhalte der Installation. <br /><span style="font-size:11.0pt; line-height:115%; font-family:&quot;Calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Der Künstler Jens Brand hat einen Film über seine Arbeit Zweiklang auf Youtube eingestellt. Den Link zum Film finden Sie <link http://www.youtube.com/watch?v=iMM2k5_JIEk _blank _blank external-link-new-window>hier</link>.</span>



Ordinatio I

Zwei Rundrohre ragen aus dem Boden in die Fassade des Gebäudes hinein. Sie durchdringen zwei Edelstahl- Formen, eine weitere ist an der Hauswand montiert. Aus einer einzigen Edelstahlplatte geschnitten, ergänzen sich diese. Die fehlende innerste Form, das Zentrum, befindet sich am Boden, eine grüne Glasscheibe, die in ihrer Fläche ausgeleuchtet ist. Mit dem tageszeitlich wechselnden Lichteinfall ändert sich die Gesamtwirkung der Skulptur, bis am Abend die Beleuchtung einsetzt und eine neue Atmosphäre entsteht. Das Licht und die sich verändernden Schatten sind Teil der ästhetischen Wechselwirkung ebenso wie das Zusammenspiel aller Bedingungen im Kontext der Skulptur.



Ricercare

In der klar strukturierten Gartengestaltung vor dem Institut für Anthropologie bildet die Wandscheibe mit der altmeisterlich anmutenden Darstellung eines Gesichtes ein ganz eigenständiges Element mit großer Anziehungskraft. Dieses menschliche Antlitz mit ruhig forschendem Blick thematisiert den Begriff „Anthropologie“ ganz vielschichtig: Der Mensch ist hier sowohl Subjekt als auch Objekt der Forschung, er beobachtet und stellt sich der Betrachtung. Der Blick des Bildes zentriert die Aufmerksamkeit und lässt durch die Ruhe des Ausdrucks dennoch Freiraum. Das Portrait ist sprechend und ausdrucksvoll und bietet in seiner zeitlos regelmäßigen Schönheit Ansätze für Projektionen oder Verbindung zu kunsthistorischen Themen. Eine eindeutige Zuordnung zu Rasse oder Geschlecht ist nicht möglich, das Antlitz wird dadurch eher Sinnbild als Abbild des Menschen. Die Sensibilität der Darstellung assoziiert Respekt und Zuneigung zum menschlichen Wesen und vermeidet damit alle eventuell denkbaren negativen Konnotationen der Menschendarstellung in der Geschichte der Anthropologie.



Wortpaare

Die liegenden Bodenobjekte als spiegelnde, hell reflektierende Glasflächen bilden einen Brückenschlag vom Dokumentations- und Begegnungshaus zu dem Ehren-Friedhof. Es handelt sich um drei trapezoide, in Form eines zerbrochenen Bandes in den Boden eingelassene Glasplatten, auf der Unterseite metallisch schimmernd, grau emailliert. Das Thema „Reflexion“ wird dabei in doppeltem Sinne umgesetzt: sowohl als physikalische Lichtreflexion auf den spiegelnden Glasflächen als auch in der Gegenüberstellung von Be-griffen als Text auf diesen Flächen. Der Text besteht aus Wortpaaren. Die Wortpaare sind gespiegelt angeordnet. Auf jeder Bodenplatte steht ein Wortpaar. Im Vorbeigehen kann aus einer Richtung jeweils eine Text - Hälfte gelesen werden: vergangenheit – gegenwart vergessen - erinnern gestern – heute Die verwendeten Sprachen stehen für die Muttersprachen der ehemaligen Häftlinge: Luxemburgisch, Französisch, Jiddisch, Niederländisch, Russisch, Polnisch und Deutsch. Russisch wird in kyrillischer, Jiddisch in hebräischer Schrift dargestellt. Das Fragmentarische der Wortpaare, soll Raum lassen für eigene Gedanken, soll zum Nachsinnen und zum Reflektieen auffordern. Die Betrachter müssen selbst aktiv werden, die Wortpaare den verschiedenen Sprachen zuordnen und dabei über die Menschen, die hier inhaftiert waren und über das, was ihnen hier zugestoßen ist, nachdenken. Textauszug: Christoph Mancke



Glockenbaum

Ein Windstoß hebt an und bringt Bewegung in eine ganze Sammlung kleiner Glocken. Das Klingeln mischt sich vorsichtig unter das stetige Rauschen eines Brunnens. Hört man dieses etwas verträumte Klangspiel zum ersten Mal, welches da von dem bronzenen Brunnen herüberweht, glaubt man kaum, dass es sich hier um jenes Kunstwerk handelt, von dem der Mainzer Bürger nur als ‚Beamtenwecker‘ spricht. 1974 bis 1975 wurde der „Glockenbaum“ als Kunst am Bau vor dem Mainzer Bildungsministerium errichtet, 2004-2006 einer gründlichen Restaurierung unterzogen. Geschaffen hat ihn der 1941 in Kaiserslautern geborene Bildhauer Gernot Rumpf. Die verspielte, üppige Form seiner Skulpturen taucht auch im „Glockenbaum“ auf, ebenso wie die Verweise auf die antike Symbolwelt. So verbindet die Gestalt des Brunnens die Form der klassischen Harfe mit dem Prinzip der sogenannten Äolsharfe (benannt nach dem griechischen Gott der Winde Aiolos ), die alleine durch den Luftzug des Windes zum Klang gebracht wird. Darüber hinaus finden sich am stammartigen Unterbau des Brunnens zahlreiche Wasserdüsen, die in ihrer Anordnung und Form an die oft mit einer Vielzahl an Brüsten dargestellte Fruchtbarkeitsgöttin Diana erinnern. Zwischen den drei ausladenden Armen der ‚Baumkrone‘ befinden sich 14 Glocken, von denen jede für eine Weltkultur steht. Sie sind Nachbildungen traditioneller Glockenformen, unter anderem aus Äthiopien, Südamerika, Indien oder China. An diesen Glocken sind insgesamt 68 weitere kleine Glocken mit Windscheiben-Klöppeln angehängt, die erst den eigentlichen Klang der Skulptur erzeugen. Während am Fuß des Brunnens das Wasser auf fast ebener Fläche kreisförmig ausläuft und zwischen den Fugen der Bodenplatten versickert, ragen aus dem Inneren der Konstruktion dünne Bronzestreben wie Antennen in die Luft und visualisieren das Spiel mit Wind als neugieriges Tasten in die Höhe. Die Materialen, Luft, Wasser und Bronze ergänzen sich hier sowohl auf visueller wie auch auditiver Ebene zu einer dynamischen Plastik, deren Gewicht sich im einfachen Da-Sein aufzulösen scheint.



ohne Titel

Unser Leben, das ist der Weg, den wir gehen. Die Krankheit ist eine Barriere auf diesem Weg, die wir überwinden müssen um weitergehen zu können. Eine Krankheit ist aber auch oft das Tor zu einer Entwicklung der Persönlichkeit. Vor allem gilt dies für Kinder. Eltern und Ärzte berichten von diesen Erfahrungen. Hilfe bei der Überwindung einer Krankheit finden wir bei Ärzten, die, dank ihres Einsatzes im Kampf gegen die Krankheit, die Gesundung oft erst ermöglichen. Manchmal wird die Heilung aber auch wie ein Wunder erlebt. Der Weg… führt aufwärts über die Pyramide, hinüber zum jeweils anderen Ende des Platzes.<br />Das Tor… durchschreitet, wer sich auf den Weg macht und bereit ist, die Barriere zu überwinden. <br />Die Entwicklung… der Persönlichkeit, das sind die Stufen der Treppenpyramide. <br />Der Kampf… öffnet das Tor, das Schachmuster auf dem Weg steht dafür ebenso wie für die Ratio. <br />Das Wunder… lässt das Tor bestehen, obwohl nach alter Erfahrung der kleinen und großen Baumeister, eine solche Anordnung der Bauklötze sofort zum Einsturz führen würde. Zur geometrischen Gliederung des Platzes wurde das in der umgebenden Architektur vorgegebene Thema Quadrat aufgegriffen. In der Fassade, beim Vordach und beim Pyramidenfenster im Vordach erscheint das Quadrat als gestalterisches Element. Dies wird konsequent fortgeführt mit der zentral angeordneten, 4-seitigen Treppenpyramide. Der durch die Vordachrichtung und Säulenstellung bestimmte Platzeintritt wird zunächst durch einen farblich hervorgehobenen Weg, der dann die Pyramide diagonal durchschneidet, weitergeführt. Die Umgebung der Pyramide ist im Sinne des Gesamtkonzeptes geometrisch klar gestaltet.



ohne Titel

Auf dem Vorplatz des Landeshauptarchivs sind drei Steinquader aus sardischem Granit so angeordnet, dass ein weit geöffnetes Tor entsteht. Die Blöcke greifen die Form des Gebäudes auf - sie beziehen sich in ihrer Klarheit auf den reduzierten Stil der 50 er Jahre. Diese Klarheit wird jedoch gebrochen, denn die Steinblöcke scheinen nur auf den ersten Blick streng Geometrisch zu sein. Tatsächlich aber senken und heben sich die Kanten, bilden steigende und fallende Flächen und erzeugen damit eine eigenartig verzerrte Perspektive, die den Körpern einen Moment der Bewegtheit verleiht. Gerade in der Verweigerung der Flucht des Gebäudes zeigt sich die bewusste Auseinandersetzung mit der Architektur. Der Weite Abstand der Blöcke schafft eine direkte Bezugnahme des linken auf den rechten Rand des Vorplatzes, sowie umgekehrt, und macht die Leere hier deutlich, überbrückt sie aber auch. Zwei der Granitquader sind fest miteinander verschränkt und bilden eine Einheit, die in ihrer Proportion und Position an Bücher erinnert, die liegen und stehen. Damit nimmt die Skulptur bereits Bezug auf das Innere des Gebäudes.



ohne Titel

Gedanken des Künstlers zu seiner Arbeit: Die dunkelgrünen Marmorwände sind farb- und raumdominierend. Harmonisch abgestimmt auf den helleren Steinfußboden im gleichen Quadratformat, sind sie bereits durch ihr starkes Farbspiel co ipso wandgestaltendes Element. Sich gegenüberliegend, definieren sie den architektonischen Raum. Der Künstler schlägt deshalb einen Eingriff in das vorgegebene architektonische Raster-System vor: Die kostbare Marmorhaut wird aufgerissen und die Riss-Stellen werden mit Blattgold als kontrastierendem Material tieferliegend ausgelegt. Diese Goldformen korrespondieren miteinander. Zwischen beiden, der aufsteigenden vertikalen Form der linken und schräg horizontalen rechten Wand entsteht eine wechselseitige Bedingtheit, die den Raum in Spannung hält. Übereinander gelegt ergäben beide Formen zusammen ein imaginäres Kreuz. Die so gestalteten Wände antworten aufeinander und bilden ein räumliches Kontinuum. Die Goldformen sprengen die Ruhe der Quadratur wie Blitze und erzeugen so Spannung und Dynamik im Eingangsbereich, gesteigert dadurch, weil sie als Kraftströme in diametraler Richtung verlaufen. Die an der rechten Wand befindliche Blattgoldintarsie durchdringt die Fensterfront bis in den Innenhof hinein und markiert – von den gegenüberliegenden Fenstern aus gesehen – den Foyerbereich als zentrale Stelle des Hauses.



Kopf- und Sekundanzstelen

Kopfstele Eine Kopfstele ist eigentlich eine Skulptur, bei der auf die Ausarbeitung eines Körpers verzichtet und nur deren Kopf gestaltet wird. Am Tag der Ortsbegehung für diese Kunst-am-Bau-Ausschreibung fand der Künstler lediglich eine tief ausgehobene Baugrube vor. Dazu der Künstler: „In meinen Arbeiten taucht das Thema der hoch aufragenden zeichenhaften Stele immer wieder auf. Bei der Besichtigung der Baugrube, ihrer Dimension und das zu erwartende Bauvolumen, wurde klar, dass meine Stele genau wie das Gebäude ihre Wurzel in der Grube haben muss. Zwangsläufig entwickelt sich aus dieser Vision die im Modell gezeigte Skulptur, bestehend aus imaginärem Schaft mit realem Kopf. Dimensionen werden möglich, die vorher nicht erreichbar waren. Bei der Gestaltung des Kopfes spielt die Architektur des Erweiterungsbaues des Ministeriums eine entscheidende Rolle. Die kompromisslos klare Gliederung der Fassade soll nicht durch barocke, verspielte Formen entschärft werden. Auf der einen Seite werden Gestaltungselemente der Architektur in der Skulptur aufgegriffen, z.B. die vertikale Gliederung, auf der anderen Seite werde die Baufluchten sowohl in ihrer Achse, als auch in der Horizontalen und Vertikalen verlassen. Durch diese Störung entsteht ein spannungsreiches Verhältnis zwischen Skulptur und Architektur, die jeweils positiv die Konsequenz ihrer beider Gestaltung unterstützt.“ Sekundanz-Stelen &nbsp; „Die Größe der Sekundanz-Stelen entspricht der Hauptstele im Maßstab 1:10. So wird dem Betrachter ein Zugang zur Konzeption der Skulptur im Außenbereich erleichtert. Die Kopfgestaltung der Sekundanz-Stelen wird variiert.“



Rythmen im Dialog

„Das Hauptanliegen meiner künstlerischen Arbeit ist die Darstellung von Bewegung, das Umschreiben von Räumen durch Verlaufsformen, die Durchdringung von Form und Raum und das Verweisen auf gedachte Räume über die sichtbare Darstellung hinaus. Diese Aspekte versuchte ich mit der Kolonnaden-Wandgestaltung in Verbindung zu bringen. Die Kolonnade selbst ist ein Ort der Bewegung – schafft Verbindung. Der Aspekt des Gehens in der Kolonnadensituation veranlasst mich, den Rhythmus des Fassadenmauerwerks zu nutzen –, wie eine Art Notenlinie nutze ich die Fassadenfuge für meinen Entwurf. Verschiedene Formelemente kehren in leicht veränderter Lage regelmäßig wieder. Alle Elemente weichen im gleichen Maß, 20 Grad, von der Orthogonalen ab. Die Dreh- bzw. Schwingbewegung ist der des Gehens verwandt. Das Quadrat ist das Grundelement meines Entwurfs, Seitenmaß identisch mit Sandsteinfassadenquadrat, zum einen als farbige Fläche, zum anderen als Detail seiner Umrissform, Letzteres in verschiedenen Dimensionen. Mit der filigranen Form der Metallelemente, der Wahl des Materials Glas und dem Einsatz von Licht bildet der Entwurf eine Verbindung zwischen den steinernen Außenfassaden des Gebäudes und dem gläsernen Innenhof.“ Kyra Spieker&nbsp;



Allseits - von oben nach unten, wie umgekehrt

Aus einer Einlassung im Innenhof in unmittelbarer Nähe dreier quadratischer Pflanzenbeete ragt ein 220 Jahre alter, von Erwin Wortelkamp bearbeiteter Eichenstamm heraus. Im unteren Teil noch mit Rinde versehen – als Zeichen seiner Herkunft – nimmt er zunehmend Formen an, die vor allem im oberen Viertel bizarre Strukturen aufweisen. Ganz allmählich entblößt sich der Baum in einem unregelmäßigen Übergang von der Rinde über den Splint zum Kernholz. Sowohl von der Seite der Cafeteria als auch von der ihr gegenüberliegenden Seite kann der Betrachter durch eine fünf Meter hohe keilförmige Öffnung durch die Skulptur hindurchsehen, die den Blick auf die dahinter liegende Architektur freigibt. Den Keil, den Erwin Wortelkamp aus dem Stamm herausgearbeitet hat, hat er als Druckstock zur Herstellung eines Prägedruckes verwendet, der in der Lichtbucht des Foyers verortet ist. Das keilförmige Wandstück ist fünf Meter lang. Zum Rauminneren schützt es sich mit seiner erhaltenen Rinde. Die beiden etwa 30 cm messenden Seitenansichten sind mit einem schwedischen Fassadenrot eingefärbt, bevor sie sich mit dem dicken, vielfaserigen und eingenässten Papier umhüllen ließen. Das Druck-Ergebnis schlagender und fühlender Hände spielt als geprägtes Bildwerk assoziativ mit Naturnähe oder gar der Vortäuschung seines neu geschaffenen Stückes Baum. Die durch Druck sichtbar gewordenen feinen Verwirbelungen und Fältelungen drücken eine Lebendigkeit aus, sind Kennzeichen der Werkbearbeitung durch den Künstler. Bewegt der Betrachter sich an dem Prägedruck vorbei, entfaltet er seine Dreidimensionalität. Steht er hinter dem Prägedruck, so entdeckt er kleine Verletzungen des Papiers in der Mitte und seitlich, Resultate des Druckvorgangs. Jede dieser drei Arbeiten zeigt sich als autonomes Werk. Aber erst in der Zusammenschau von Skulptur, keilförmigem Wandstück und Prägedruck offenbart sich dem aufmerksamen Betrachter die Dimension der künstlerischen Arbeit. <span style="font-size: 12px;">1. Gekürzter Beitrag aus: Ariane M. Fellbach-Stein: Künstlerische Ausgestaltung des Abgeordneten- und Ministerialdienstgebäudes. in: Abgeordneten und Ministerialdienstgebäude des Landes Rheinland-Pfalz in Mainz. Hrsg. von Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung. 1999. S. 48-51.<br />2. Erwin Wortelkamp, allseits – von oben nach unten, wie umgekehrt, S. 2</span>



Flexibilé

Das künstlerische Raumkonzept für die zentrale Lichtbucht des Abgeordnetenhauses besteht aus einer 15 Meter hohen, nach oben geöffneten freien Bogenform, die sich über vier Geschosse erstreckt und einen dynamischen Kontrapunkt zur streng geometrischen und farblich reduzierten Innenarchitektur setzt. Die konstruktiven Elemente der Komposition bilden zwei kongruent gebogene Stahlrohre. Sie sind Träger der elf punktgelagerten Interferenzfiltergläser, die in unterschiedlichen Neigungswinkeln und Größe den Raum vertikal durchschwingen. Die Installation kombiniert zwei rot und neun grün reflektierende Gläser, deren Transmissionsfarbe Blau/Violett bzw. Gelb/Orange ist, d.h. das durch das Glas scheinende Licht nimmt je nach Brechungswinkel eine bestimmte Farbe an und reflektiert die entsprechende Komplementärfarbe. Durch diese besonderen optisch-physikalischen Eigenschaften erlebt der Betrachter mit jedem Standortwechsel beim Durchschreiten des Foyers faszinierende, dynamisch wandelnde Farberscheinungen und mannigfaltige Reflektionseffekte. Darüber hinaus multipliziert bei Totalreflexion der zusätzliche Spiegeleffekt einzelne Facetten der Architektur und eröffnet zahlreiche virtuelle Räume und optische Vexierbilder. Durch die Veränderung des eigenen Blickwinkels entstehen im nuancenreich changierenden Spiel von Formen und Farben neue, mehrdimensionale Wirklichkeiten - denn nicht nur im politischen Leben ist die Farbe eine Frage des Standpunktes. Text Petra Goldmann



Foucault-Pendel

Das Objekt, bestehend aus Bodenplatte und dem in 27 m Höhe aufgehängten Pendel, zeigt in abstrahierter Form Bezugssysteme zwischen Fixsternhimmel, Erdrotation mit dem Bezug zu Sonne und Planetenbahnen. Der Mensch, ein Forschender, versucht sein Wissen über Kosmos und Mensch in ein Gesamtsystem zu integrieren. Die auf schwarzem Grund mit reinem Gold hinterlegte Glasplatte zeigt eine mathematische, physikalische Bildsprache. Bereichert ist sie durch ausschnitthafte Elemente aus der Geographie und der Architektur. Die Bildsprache bezeichnet die menschliche Wahrnehmung vom Lauf der Sonne, von der Bewegung der bekannten Sternbilder und deren Dokumentationen. Es ergeben sich so auf der Bodenplatte sichtbare kreis- und spiralförmige Strukturen. Ausdruck einer Zeitspirale des Suchens und Erkennens, des wissenschaftlichen Begreifens . Beispiel hierfür mag unter anderem das Gradnetz der Erde sein. Es ermöglicht die exakte Lagebestimmung eines jeden Ortes auf der Erde in geographischer Breite und Länge. So kann zum Beispiel Trier, den in der Bodenplatte genannten Städten im Rasternetz in Breiten- und Längengraden zugeordnet werden. (Text von Gabi Körner)



Kringel

Der Kringel hat einen aufstrebenden Charakter – dadurch eine Leichtigkeit, die mit der horizontalen und vertikalen Struktur der Gesamtfassade eine spielerische Kommunikation eingeht und einen dynamischen Kontrast bietet. Die Fugen zwischen den Fassadenblechen sind so in die Linie des Motivs eingearbeitet, dass sich an jeder Stelle / Kreuzung von Linie und Fuge bewusste Formen ergeben. Die Linie geht auf die Struktur der Fassade ein, verbindet sich mit ihr und dennoch bleibt das Motiv ein in sich geschlossenes, eigenständiges Gebilde. Die Wandecke ist weit und offen, sodass eine Platzierung des Motivs in der Ecke möglich ist. Es erhält dadurch einen Knick und eine zusätzliche Dimension. Durch die Veränderung des Standortes / Blickwinkels verändert sich die Ansicht des Kringels, der so eingearbeitet ist, dass die, durch den Knick entstehenden zwei Teile dennoch einen Eigenwert besitzen. Außerdem befindet sich dort ein Platz, der gemeint ist als Aufenthalts - , Pausenort, gekennzeichnet durch die Sitzgelegenheiten. Ein Ort an dem man sich trifft, kommuniziert, wofür der Kringel ebenfalls ein Sinnbild darstellt. Er ist eine Art Symbol für Ideen, die entstehen durch das Kreisen der Gedanken. Text von Christiane Schlosser / Kürzung durch die Redaktion



ohne Titel

Die Arbeit besteht aus zwei sich schneidenden Quadern, aus Sandstein und Cortenstahl. Der Sandstein-Körper basiert auf einer rechteckigen Form und wurde so bearbeitet, dass man auf der Oberfläche Adern und Schichtungen erkennen kann. Er scheint gewachsen wie Holz. Die Zeichen der Bearbeitung sind noch sichtbar in Form von Bohrungen an einer Seite des Steins, wo er aus seinem Umfeld heraus gebrochen wurde, die Oberfläche ist rau und natürlich belassen an dieser Stelle. Die Form des Cortenstahl-Körpers beruht auf einer trapezförmigen Grundfläche. Die Oberfläche des Stahls nähert sich durch den Oxidationsprozess der Oberfläche des Steins an und ermöglicht ein harmonisches Nebeneinander. Natürliches und künstliches Material verbinden sich zu einer bewegten, im Balancieren noch inbegriffenen Komposition, die bei jedem Perspektivwechsel ein neues Verhältnis der beiden Körper offenbart.



omnis cellula…

Der Titel der Arbeit bezieht sich auf Rudolf Virchows (1821-1902; dt. Pathologe, Begründer der Zellularpathologie) Lehrsatz „omnis cellula e cellula“ (Jede Zelle entstammt einer Zelle). Inhaltlich nimmt die Installation Bezug auf die Aufgaben der Pathologie, deren Grundlage die Zytologie (Zelllehre) und die Histologie (Gewebelehre) bilden. Die Strukturen der Edelstahlformen erinnern an mikroskopische Präparate oder die Anlage von Kulturen in Petrischalen. Gestalterisch sind es erfundene und stark abstrahierte Formen, die Abbildung realer Vorbilder ist nicht intendiert, vielmehr zielen die einzelnen Elemente darauf ab, die große Vielfalt zellförmiger Strukturen und Elemente zu zeigen. Aufgrund der teilweise filigranen Strukturen wird bewusst auf eine farbige Gestaltung der Einzelelemente verzichtet, die sich möglicherweise als „bunte Ornamentik“ in der Wahrnehmung manifestieren würde, im Mittelpunkt steht der graphische Eindruck der Formen. Dieser wird unterstrichen durch die Einbeziehung der Wand als Projektionsfläche. Wegen der unterschiedlichen Abstände entsteht anhand der Licht/Schattenbilder eine räumliche Tiefenwirkung, die eine dreidimensionale Wahrnehmung der Elemente ermöglicht, sie „schweben“ sozusagen vor der Wandfläche. Dabei wandelt sich der Anblick durch den sich ändernden Sonnenstand ständig: Beginnend auf der rechten Seite des Gebäudes wandert die Sonne im Tagesverlauf um die Halbkreisform des Hörsaalanbaus herum. Während die frontal angestrahlten Elemente ihr Schattenbild im direkt dahinter liegenden Wandbereich erzeugen, ist zugleich an einem anderen Wandsegment ein stark seitlich verzeichneter Schatten sichtbar. Text von Jan Leven



Nischen Modelle

<h4>Nischen Modelle&nbsp;</h4> in Zusammenarbeit mit 100Landschaftsarchitektur Thilo Folkerts<br /><link http://www.100land.de/ _blank external-link-new-window>www.100land.de</link> Der Campus der Universität Trier ist Lebensraum vieler Studierender. Einige Orte dieses Areals lassen sich als räumliche Nischen und soziale Refugien beschreiben. Hier hält man sich gerne auf, um mit Kommilitonen zu plaudern, um zu lesen, zu rauchen oder einen Kaffee im Freien zu trinken. Ein sehr beliebter Ort für dieses Pausieren ist eben jener kleine Kiefernhain vor dem Gebäude E, ein Entwurf des Architekten und langjährigen Bauamtsleiters Konrad Müller, dessen Mitarbeit an der Landschafts- und Architekturikone des Münchner Olympiastadiums von 1972 prägend für die Raumkonzepte des Trierer Campus war. Zusammen mit einem findlingsbesetzten Hügel beschreibt dieses Gartenensemble auf engstem Raum ein stark abstrahiertes Modell von Landschaft, dessen Komponenten die Matrix für eine Aufenthalts- und Kommunikationsnische darstellen. „Nischen Modelle“ greift diese Matrix auf (geschlängelte Bodenintarsie mit Sitzelement, Hügel mit Findlingen, Kiefer, Kugelmastleuchten, Baumscheiben und Lampenfüße als Bodenintarsien) und repliziert sie als abstrahierendes Modell im Maßstab 1:1 in den Platzraum vor dem neuen Seminargebäude. Eine neue Nische wird modelliert, die der ortspezifischen Matrix zum Verweilen und Pausieren entspricht. Die einzelnen Komponenten des neuen Ensembles sind in weißem Beton ausgeführt und im Vergleich zum Original formal und farblich reduziert. Das Kunstwerk verdeutlicht somit den Modellcharakter des Campus als gestaltetes Areal und reevaluiert dessen außenräumliche Komponenten als systematische Gestaltungselemente. Text von Barbara Wille / Kürzungen durch die Redaktion



Warten auf

Die Skulptur besteht aus zwei sechs Meter langen und konisch geformten Sandsteinsäulen. Sie wecken Assoziationen zu Fernglas und Stahlrohr und sind einem Erdhügel, der sich vergleichbar einem Vulkankegel aus der Rasenfläche erhebt, zugeordnet. Albert Hettinger



ohne Titel

Zwei Basalt-Monolithen, einer davon an eine Säule, der andere an eine Mauer erinnernd, sind im Zentrum des Platzes dicht beieinander angeordnet. Sie befinden sich auf einer quadratischen Brunnenfläche, die in einer Konstellation von vier mal vier Bäumen eine Lichtung bildet. Die nach innen gerichtete Ecke der Brunnenfläche markiert exakt die Mitte des Platzes zwischen den drei Chemie-Komplexen. Steht man an diesem Punkt, hat man Ausblick auf alle umliegenden Gebäude und fühlt sich ebenso durch die Nähe der beiden Monolithen als Teil eines kleineren Raumes. Die Steine zeichnen sich durch eine Mischung von bearbeiteten und unbearbeiteten Flächen aus. An jeweils einer Seite sind die Basaltblöcke vollkommen glatt und zwar so, als sei hier die Ecke eines Winkels, herausgeschnitten worden, um eine ehemals geschlossene Form in zwei Teile zu trennen. Die übrigen Flächen sind horizontal mit akkuraten Einschnitten versehen, die dem Stein den Anschein von aufeinandergestapelten Scheiben geben und als Abstraktion einer Architektur verstanden werden können, wie sie eben in Blickweite zu finden ist. Die krustige Oberfläche des Steins setzt sich in Beziehung zu den polierten Flächen der Gebäude am Rande des Platzes, ebenso wie die Form der Monolithen aus unterschiedlichsten Blickwinkeln immer wieder die Architekturumgebung zitiert. Die Gegenüberstellung von Natur und Kultur wird sowohl am Stein selbst als auch in der Positionierung desselben zu den Gebäuden vollzogen. Darüber hinaus markiert der Stein einen Ort der Kontemplation, wo sowohl Wasser als auch Sonnenlicht die natürliche Oberfläche bespielen und das Erleben sinnlich machen; wo man sich in die Topographie des Basalts ebenso vertiefen kann, wie in das Rauschen des Wassers, um sich für einen Moment von der Wissenschaft zu entfernen, die nebenan betrieben wird.



ohne Titel

Das Rechteck als Modul wird in der Komposition durch vier kleinere Module aufgenommen, die wiederum aus vier Einzelplatten bestehen und in eine konstruktive Gerüsthalterung, die sichtbar bleibt, montiert werden. Diese sind leicht zueinander versetzt. Um einen Bezug zum Inneren des Gebäudes zu erzielen, wurde eine grafische Collage aus einem Fingerabdruck und einer Iris erstellt. Beides steht symbolisch für die Aufklärungs- beziehungsweise erkennungsdienstliche Arbeit der Polizei. Die Farbe wurde bewusst schwarz-weiß gehalten, um sich von der Werbung zu unterscheiden. Formal ist die Grafik in vier einzelne Quadrate unterteilt, um das fragmentarische Zusammentragen von Polizeiindizien zu symbolisieren. Die Zahlen bzw. Zeichen stehen symbolisch für Tätigkeiten der Verwaltung oder des Archivs. (Text Bernd Decker)



Politeia

Es handelt sich um eine 200 x 200 x 1 cm große Acrylglasscheibe, auf der in einem Rapport weiße und dunkle Buchstaben im Wechsel derart angeordnet sind, dass das Porträt von Platon in Erscheinung tritt, welches einer Büste (460 v.Chr.) entlehnt und digital umgesetzt wurde. Es handelt sich bei den Begriffen um die vier Kardinaltugenden, welche in Platons Hauptwerk, der Politeia als richtungsweisende Wesensmerkmale menschlichen Denkens und Handelns in einem idealen Staat philosophisch, dialogisch diskutiert werden: Gerechtigkeit, Klugheit, Mut, Besonnenheit. Die vier Begriffe wechseln sich in ihrer deutschen, griechischen und lateinischen Schreibweise regelmäßig ab. Das flächenhaft, ornamental anmutende Textbild versteht sich unter anderem als eine Art Suchbild, welches sich an jeden Menschen im Foyer des Polizeipräsidiums wendet, sei er nun Opfer oder Täter, Polizeibeamter oder Besucher. Es soll dazu animieren, die einzelnen Begriffe im Kontext der Gestaltung und der Umgebung des Reviers, für sich neu zu entdecken: wie lassen sich die aus der Antike uns ehemals in griechischer, dann in lateinischer und später in deutscher Sprache überlieferten Tugenden im Wandel einer zweieinhalbtausendjährigen Geschichte heute verstehen? Das Textbild will auf die philosophischen Wurzeln unserer Demokratie verweisen, deren Exekutive – die Polizei – auch etymologisch im Zusammenhang mit Platons Politeia steht. (Text von Michael Post / Kürzungen durch die Redaktion)



ohne Titel

Vadim Kosmatschof schafft in seinen Skulpturen die Verbindung sowjetischer Avantgarde mit europäischer Objektkunst. Der Konstruktivismus bietet die Grundlage für seine Arbeit, in der häufig die abstrakte räumliche Komposition, an die Stelle von figurativer Narration tritt. Wenngleich Kosmatschof über darüber hinausgeht und den Konstruktivismus zurückführt in ein menschlicheres Verhältnis, wird bei ihm der optimistisch aufwärts-strebende, zukunftsfreudige Enthusiasmus für Technik sichtbar, der in Material und Geste, eine stählerne, puristische und raum-ergreifende Rhetorik annimmt. Die (mittlerweile nachgedunkelte) rostrote Oberfläche der Skulptur gibt ihr hier den Anschein einer lodernden Flamme, die sogar über das Gebäude der Polizeidirektion hinausragt. Zugleich bildet die dreibeinige Konstruktion eine zeltähnliche Architektur, die unter sich einen schutzbietenden Raum offenbart. Kreisförmig ausgestanzte Formen erinnern an Augen, die organisch geschnittenen Stahlbleche an den Seiten sind je nach Blickwinkel Fragmente eines Körpers, verleihen der Skulptur die Anmutung einer lebendigen Gestalt, die alles überschaut. Ein Wächter ragt dort neben dem Vorübergehenden auf, dem Körperlichen in der Technisierung und dem Material erhaben, ebenso wie der Zeit – was kann bereits verrosteten Stahl noch zerstören? In die Ferne schickt er sein Rostrot, wie eine Warnung, mit den Füßen steht er fest auf breitem Fundament, verspricht Sicherheit unter seiner Mitte und gibt gleichzeitig den Weckruf zum Aufbruch, indem das Wachstum nach oben bereits angedeutet ist.



Freiplastik

Zwei Plastiken aus Leichtmetall wurden in Sichtweite voneinander vor dem Gebäude des Landesbetriebs für Daten und Information platziert. Sie sind Kombinationen aus unterschiedlichen Bearbeitungen von Blechen. Balkenähnliche Vierkantstreben bilden das Grundgerüst, um das sich Flächen aus dünnem Blech biegen, die von schmalen Blechstreifen durchdrungen und befestigt werden. Auch um die kantigen Stützen sind diese Streifen gewickelt, als sei alles nur provisorisch errichtet worden. Während sich eine der beiden Plastiken hochaufragend dem Betrachter entgegenstellt, liegt die Zweite – wie gestürzt – längs auf dem Boden. Der Korpus ist geöffnet und bildet ein scheinbar ausgeweidetes Rippengewölbe. Die Stehende hingegen trägt zum Eingang des Gebäudes gerichtet einen pfeilförmigen Harnisch aus gewölbten, sich überlagernden Flächen, die an den Überschneidungen zusätzlich geschweißt wurden. Die beiden Plastiken bilden Charaktere, welche Gegensatzpaare wie Verschlossen und Offen, Aktiv und Passiv, Gegenwärtig und Vergangen verhandeln. In ihrer zeitlichen Dimension verweisen sie zuletzt auch auf die Fragilität der Kunst an sich, die sich hier in dem scheinbar provisorischen Aufbau, dem Verwenden von dünnen, an Haut erinnernden Blechen, und der Wahl von Leichtmetall zeigt.



ohne Titel

Die Platzgliederung basiert auf einer ringförmigen Anordnung von quadratischen Pflastersteinen in zwei unterschiedlichen Tönungen. Im Zentrum der Ringe liegt der Eingang des Gebäudes. Bäume und Laternen sind am Rand des Platzes auf den Ringbahnen gereiht. Vom Eingang aus verläuft geradlinig ein Wasserlauf zur Straße hin, wo er sich in der reliefartigen Miniatur einer Flusstopographie fortsetzt. Die Platzgliederung wird im Inneren weitergeführt. Dort spielen skulpturale Elemente Variationen der immer gleichen Plattenrasterung des Bodens durch, werfen sich wellenartig auf und glätten sich wieder, bilden neue Raster und Systeme. Die objekthaften Teile erinnern hier an architektonische Fragmente oder sogar Möblierung. Der spielerisch-imaginative Umgang mit den Elementen und den jeweiligen Mikroatmosphären, die sie erzeugen ist ein entscheidendes Merkmal der Gestaltung, wie der Rezeption derselben. Sie begleitet den alltäglichen Ablauf und lädt zum Abschweifen ein.



ohne Titel

Die Plastik ist 1 x 1 x 1 m groß und in Bronze gegossen.



SI Basiseinheiten als Farbkonzept

Das Landesamt für Mess- und Eichwesen hat als öffentliche Behörde das Messen zur Aufgabe. Genormte Einheiten bestimmen den Arbeitstag der Mitarbeiter. Analog zu den strengen Vorgaben der Messwerte fügen sich farbige Glasinstallationen wie selbstverständlich in die architektonische Struktur des Gebäudes. Messwerte können am besten durch eine Strecke veranschaulicht werden, die einen Beginn, eine bestimmte Richtung und eine definierte Länge vorweist. Als Transfer auf die Architektur, ist die künstlerische Gestaltung als Strecke zu betrachten: Eingang – Windfang – Treppenhaus - Gartenbereich. Die unterschiedlichen Raumsituationen werden mittels eines Farbkonzepts zu einer linearen Einheit zusammengefasst. Ausgehend von den 7 SI-Basiseinheiten die vom Landesamt für Mess- und Eichwesen genutzt werden, ist diesen Einheiten jeweils eine Spektralfarbe zugeordnet. Als Kontinuum erscheinen die Farben auf Glasflächen; so wird der Eingangsbereich von zwei Glasstelen gerahmt, während der Durchgangsbereich (Windfang und Treppenhaus) die horizontale Bodenfläche aufnimmt und diese farbig durchbricht. Den Koordinaten des Gartenbereichs entsprechend, setzen die Sitzbänke farbige Akzente



Lichtstele und Fläche des Gleichgewichtes

Der Begriff des Gleichgewichtes hat vielfältige Bezüge zu Mensch und Umwelt. Mit Hilfe der am Umwelt-Campus gelehrten Fächer gilt es, das Gleichgewicht zwischen Mensch und Umwelt auch in Zukunft zu erhalten. Das Skulpturenpaar „Gleichgewicht“ setzt sich mit dem Thema auseinander und versucht es erlebbar zu machen. Eine Wechselbeziehung von Kunst und Bauwerk ist im doppelten Sinne gegeben: die Thematik der Skulpturen bezieht sich auf die am Umwelt-Campus gelehrten Inhalte, räumlich greifen die Skulpturen die Gebäudehauptachse auf, führen die Besucher zu den Eingängen hin. FLÄCHE DES GLEICHGEWICHTES Die „Fläche des Gleichgewichtes“ (2,5 x 8 m) ist Mittelpunkt des südlichen Vorplatzes und begehbar. Wie bei einer großen Waage senkt sich eine Seite ganz langsam beim Betreten herunter, während sich die andere Seite hebt. Beim Gang zur Mitte kehrt die Fläche in eine ausgeglichene Lage zurück, um dann beim Zugehen auf das andere Ende sich langsam wieder herabzusenken. So kann man das sich ändernde Gleichgewicht beim Überqueren der Fläche selbst erleben. Auf der „Fläche des Gleichgewichtes“ befinden sich zwei 60 x 60 x 60 cm große Blöcke: ein Block besteht aus Edelstahl, der Andere aus (für die Wiederverwertung bestimmten) Altmetallen. STELE DES GLEICHGEWICHTES Die schrägstehende Skulptur setzt das Zeichen für den Haupteingang des Umwelt-Campus Birkenfeld. Die Skulptur thematisiert die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie: der tagsüber erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist. Nachts, wenn Stromüberschuß besteht, wird der Strom für die Beleuchtung des Lichtdreieckes wieder entnommen. So ist die Spitze der Skulptur auch nachts von weitem als Lichtzeichen zu sehen. Die Skulptur wurde als selbsttragender Cortenstahl Körper in einer Wandstärke von 10 mm ausgeführt. Das Gewicht beträgt ca. 5000 kg. Die Südseite der Skulptur besteht aus Photovoltaikelementen, das Lichtdreieck aus fluoreszierendem Gewebe.



Familie

Die Bronze-Plastik zeigt drei abstrahierte Köpfe. Die Staffelung der Köpfe erinnert an ein klassisches Familienporträt. Darüber hinaus öffnet die Darstellung verschiedene Ebenen der Betrachtung. So erinnert der mittlere Kopf an den geflügelten Helm des Hermes, der in der griechischen Mythologie als Bote zwischen Göttern und Menschen vermittelt. Der in der Gruppe an höchster Stelle angeordnete Kopf ähnelt einem Augapfel, der die Gruppe zum einen abschirmt und darüber hinaus durch ein Loch den Blick nach „außen“ zulässt. Verbunden sind die Köpfe durch fließende, unterschiedlich strukturierte Formen, die auf eine bildliche Abstraktion von Sprache schließen lassen, da sie den „Mündern“ der Köpfe entströmen. Die Einbindung der Plastik in eine Brunnenanlage wurde aufgehoben und die Skulptur ist noch, leicht versetzt, als isoliertes Objekt zu betrachten.



Stabiles - Labiles

Die Stelen an der Unterzahlbacher Straße waren Teil eines umfangreichen Konzeptes zur Gestaltung der neuen Klinik für Psychiatrie. Dazu zählte ebenfalls eine farbige Ausgestaltung der Flur- und Eingangsbereiche, sowie der Patientenzimmer, die jedoch allesamt bei Renovierungsarbeiten überstrichen wurden. „Stabiles –Labiles“ ist der Titel der Stelengruppe, in der jede Stele eine andere Neigung und Farbe besitzt. Die Neigung ergibt sich aus einer Fibonacci Reihe: Von 90 Grad wird erst eins abgezogen, damit beträgt die Neigung der ersten Stele 89 Grad, die weiteren sind dann 87, 84, 79 und 71 Grad. Edgar Knoop deutet damit auf die Unterschiedlichkeit der Menschen, ihre Verletzbarkeit und ebenso auf ihrer Standfestigkeit hin. Das Schicksal drückt er hierbei als Folge von Kausalitäten aus, die sich schnell überschlagen und Situationen aus dem Lot bringen können. Er verweist damit auch explizit auf die Bedeutung der Klinik für Psychiatrie und ihre stabilisierende Aufgabe.



A Rebours

Orangefarbene Neonröhren liegen in Kurven über bronzierten Stahlrohren, die im Lichthof der Physikalischen Chemie, über die Lücke zwischen den Ebenen gespannt sind. Glänzend Schwarze Metallverkleidungen verlaufen unterhalb der Geländer über die Kanten der einzelnen Ebenen und über die Seiten der Treppenstufen. Die Arbeit von Anna Friedel knüpft auf mehreren Ebenen an das Umfeld an, in welchem sie zu sehen ist. Zunächst einmal architektonisch. Die bronzenen Rohre schlagen eine Brücke über den offenen Schacht des Foyers und sind damit zugleich vermessende Elemente im Raum. Indem eine der beiden sich diagonal zum darunterliegenden Geschoss absenkt, schaffen sie in ihrer Funktion als Gerüst bereits die Grundlage für den dynamischen Verlauf der Neonröhren. Diese scheinen trotz der Starrheit des Materials einfach über die Konstruktion gelegt zu sein. Das Fallen und Steigen der Kurven erinnert unmittelbar an die Treppen und bei längerem Hinsehen scheint die gesamte Arbeit sich in die Auf und Abwärtsbewegung des Treppengehens von Ebene zu Ebene einzumischen, indem sie die Richtung der Diagonalen und die Positionierung von Geraden immer genau gegensätzlich zur bestehenden Architektur aufgreift. Die Installation greift die vor allem vertikal und horizontal gegliederte Architektur an und wird somit zum Akteur im passiven Gebäude. Darüber hinaus betont die Arbeit auch die Nutzung des Gebäudes. So erinnern die Kurven an Diagramme, die vor allem bei der Spektroskopie oder auch der chemischen Thermodynamik entstehen. Reflektionen in der schwarzen Metallverkleidung stellen Bezüge zu optischen Gesetzen her, die in der physikalischen Chemie zur Erstellung von Messreihen und Diagrammen genutzt werden. Einfallswinkel ist gleich Ausfallswinkel: wo spiegeln sich die Neonröhren, wo tauchen sie auf, wenn ich meinen Standpunkt verändere. Und zuletzt, während man die rotglühende Installation umkreist und sich langsam über die Treppen im Raum hinaufschraubt, während man die Arbeit aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachten kann - sie wird an keinem Punkt verdeckt – kommt es einem vor, als würde die Arbeit dazu auffordern, das ganze Geflecht von Energie, Beobachten, Steigen und Fallen am eigenen Leib zu spüren und verweist damit auf den Ursprungspunkt: den „Mensch“ im Bezug zur Wissenschaft, die er betreibt.



ohne Titel

Halber Bronzefisch, 1,0 x 0,4 x 0,25 m, golden patiniert, auf einem 2,0 x 2,0 x 0,2 m großen Sockel (mit Sandstein-Platten bedeckt). Die Schleie, ein Gründler, als schwämme sie über dem Boden. Die Hälfte steht für die unsichtbare Hälfte, für das, was die Natur (uns!) lebendig werden läßt.&nbsp; Text von Christian Uhl



ohne Titel

Fünf durchbohrte Steinquader sind in einer losen Gruppe vor dem Eingang der Klinik für Psychiatrie angeordnet. Sie sind eine Reminiszenz an die in der Nähe stehenden Überreste des römischen Aquäduktes. Die Quader tauchen diesbezüglich als Segmente auf, die funktional nicht mehr miteinander in Verbindung stehen. Der Durchblick ermöglicht jedoch eine Verknüpfung auf visueller Ebene und wird auch dort spannungsvoll erweitert, wo die Bohrung an die Oberfläche stößt und die „Leitung“ nach oben brach liegt. An sich stellen die Steine Individuen dar, die nach außen unterschiedlich strukturiert, mal angeschnitten, mal natürlich rau sind und die an unterschiedlichen Stellen angebohrt sind. Die Löcher erinnern hier an Venen, die nur knapp unter der Oberfläche verlaufen, mal verletzt mal geschlossen sind. Die Quader drücken auch persönliche Eigenschaften aus wie offen oder verschlossen, durchschaubar oder zurückgezogen. Damit geht die Arbeit auch subtil auf ihren Standort ein und sensibilisiert für die Eigenheiten von verschiedenen Individuen.



Tor der Wissenschaft

Ein freistehendes Tor signalisiert den Eingang, Metallstelen schieben sich in den Bau, Steinfragmente der Renaissance treten in Dialog mit ihnen. Die ungleichen Elemente verbinden sich im Tor der Wissenschaften - ein Widerstreit, ein Bruch, ein Wendepunkt: vom Dogma des Glaubens zu Erfahrung und Ratio von der Magie zur Methodik von mittelalterlicher Vorstellung zum heutigen Weltbild von der Naturbezogenheit zum zielgerichteten Experiment vom alchimistischen Labor zum Gebäude für Wissenschaft und Forschung



ohne Titel

Ein monolithischer Granitblock und sein ebenfalls blockhaftes Gegenstück aus Grauguss (Eisenguss) erheben sich auf dem Vorplatz der Klinik. Der Granit hat eine im Steinbruch entstandene „bruchraue“ Breitseite und eine vom Rohblock mit Bohrungen und Spaltkeilen leicht schräg abgespaltene „spaltraue“ Schmalseite. Die anderen Seiten sind gesägt. Die Positivform für den Guss wurde aus speziellem Styropor geformt. Dabei wurden zunächst die beiden bruch- und spaltrauhen Seiten des Granitblocks auf entsprechende Styroporplatten gepresst. Dadurch wird die Oberfläche des Steins ins Styropor geprägt. Diese geprägten Seiten wurden mit glattbelassenen Platten zur Gesamtform zusammengefügt, sodass, in Eisen gegossen, das Gegenstück des Monoliths entstand. Die Oberfläche des zunächst grauen Eisens ist rötlich- braun oxydiert und bildet so einen Farbkontrast zum grauen Granit. In der Klinik geht es in allen Fachbereichen um die Verbindung zwischen Innen- und Außenwelt. Die Skulptur bringt das in einfacher und reduzierter Form zum Ausdruck. Durch die Anordnung der Blöcke entstehen zwei trichterartige Räume, ein großer zum Gebäude, und ein kleiner zur Straße hin. Der Raum, in dem man sich gerade befindet ist der Innenraum, durch die Verengung öffnet sich der Blick in den Außenraum. So entsteht ein stetiger Wechsel zwischen innen und außen. Die Räume lassen sich mit allen Sinnen erfahren. Durch die unterschiedliche Beschaffenheit - der Granit, magmatisches Tiefengestein als Urmaterie, der Eisenguss als künstlich geformtes Material - stehen die beiden Elemente in einer sinnlich erlebbaren Wechselbeziehung. In den Stein eingearbeitete Bohrspuren wölben sich am Eisen nach außen - Wölbungen der Granitbruchflächen drücken sich in das Eisen. Es entsteht ein Wechselspiel zwischen Eindruck und Ausdruck. Text von Reiner Mährlein / Kürzungen durch die Redaktion



ohne Titel

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



ohne Titel

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



Schwarzer Daumen

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



Befreiungsfigur

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



Schwebender Tisch

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



ohne Titel

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



ohne Titel

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



ohne Titel

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



Meditative Triangelzone

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



ohne Titel

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



Bitumenquelle

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp; Bei der Einweihung des Kunstwerkes goss der Künstler heißes Bitumen durch den Kopf des großen Steines und ließ es durch die Rille des Steinbandes fließen. Das heiße Material wurde in einem Erdloch aufgefangen und der vordere Stein damit bemalt.



Der sitzende Denker

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



ohne Titel

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



Lassen und Sein

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



Sitzende Frau

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



ohne Titel

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



Farbplatten

Sechs polychrom emaillierte Stahlbänder sind in gleichmäßigem Abstand an eine Betonmauer angebracht. Diese geht zur linken direkt in die Architektur über, in der anderen Richtung wird sie von einer Böschung in der gesamten Höhe angeschnitten. Die Komposition der Farbfelder ist von Platte zu Platte unterschiedlich, dabei sind die Farben nach subjektivem Empfinden angeordnet und gegeneinander gestellt. Es wurden ausschließlich normierte Farben wie zum Beispiel RAL 1016 Schwefelgelb, RAL 3020 Verkehrsrot oder RAL 5002 Ultramarin verwendet. Die Farbbänder sind jeweils horizontal halbiert und wurden so angebracht, dass eine schmale Lücke zwischen den Hälften entsteht, welche eine der Sichtbetonnähte der Mauer aufgreift und fortführt, sodass ein waagerechter Schnitt über die gesamte Länge der Wand entsteht. Die Tiefe der Platten von wenigen Zentimetern gibt ihnen eine dreidimensionale Qualität, ist aber eher im Sinne eines Reliefs und zur Hervorhebung der leuchtenden Farbflächen zu sehen.



Mann von Castrum

Ein drei Meter hoher Koloss steht oben auf dem Gebäude, das hinter ihm nochmals ansteigt. Er hat die Mauer im Rücken, steht jedoch dicht an der Kante, strebt weiter ohne den Blick zu senken. Hinter ihm eine zweite Gestalt, die zu großen Teilen noch im Mauerwerk steckt. Ein Schatten? Oder doch ein Nachahmer, vielleicht ein Verfolger? Eberhard Linkes Skulptur Mann vom Castrum steckt voller Energie und Anspielungen, aber auch voller Widersprüche. So kraftvoll die Skulptur auch erscheint, fehlen ihr doch die Arme, die dem Kriegerischen im Weg stehen. Und wozu dieser Helm, der nur durch einen senkrechten Schlitz nach vorne geöffnet ist und das Antlitz des Mannes verbirgt? Man sieht sich einem Akteur aus lang vergangenen Zeiten gegenübergestellt und tatsächlich erinnert der Titel an die Zeit als Mainz noch ein römisches Militärlager war. Am Standpunkt des Werkes befanden sich früher Befestigungsanlagen. Den Blick hat der Mann vom Castrum zur Zitadelle gerichtet. Über diese historische Reminiszenz hinaus, scheint die Skulptur die Stärke, die hier vor allem in der Entschlossenheit, der Willenskraft zu liegen scheint in unsere heutige Zeit tragen zu wollen. Als Modell des unnachgiebigen Menschen ist sie gerade in ihrer Verschlossenheit beeindruckend und fordert den Betrachter auf, sich zu ihr in Beziehung zu setzen.



Schmetterling und Puppenhülle

Liesel Mettens Skulpturen &quot;Schmetterling und Puppenhülle&quot; entstammen ihrem großen Lebensthema &quot;Die Metamorphose des Schmetterlings&quot;. Von Kindheit an ist die Bildhauerin fasziniert von der Verwandlung dieses Insekts und sucht seitdem nach immer neuen bildhauerischen Formen. Diese beiden Skulpturen waren ihr erster Kunst-am-Bau Auftrag.



Konstante Bewegung

Zwei gebogene schachtähnliche Alustreben kreuzen sich in spitzem Winkel. Im Innern der Bögen ist jeweils ein gebogenes Gegenstück eingesetzt, wodurch eine augenähnliche Form entsteht. Die gekrümmte Grundform der Skulptur entspricht der Biegung des Hochschulgebäudes, die zuerst von der Horizontalen in die Vertikale gekippt und dann um neunzig grad vom Gebäude fortgedreht wurde. Neben der Nähe zum menschlichen Auge, erinnert die Plastik an eine Brücke, die die Richtung des Zugangsweges aufgreift und unmittelbar auf die Hochschule zuführt.&nbsp;



Tag und Nacht

Tag und Nacht, Licht und Schatten, Chaos und Ordnung. Der Tritonplatz gestaltet sich durch die beiden Kegel wie von selbst unter Bezug auf die Architektur von Klaus Möbius. Licht dringt je nach Tageszeit von außen ins Innere der Chorproberäume oder beleuchtet nachts den Tritonplatz.



Flug

Die Skulptur „Der Flug“ stammt bereits aus dem Jahr 1988 und wurde mit Mitteln für Kunst am Bau für das Kleine Haus angeschafft. Wie ein Schauspieler lenkt sie die Aufmerksamkeit auf sich, das Dach als Bühne für ihr theatralisches Spiel nutzend. Die Haltung beschreibt den Moment zwischen Auflehnung und Fall, die Arme ausgebreitet, zum Himmel gewandt, die Beine zum Abgrund gerichtet, schon in den Sturz kippend. Der Titel erinnert auch an den Flug des Ikarus, der mit seinen selbst gebauten Flügeln zu nahe an die Sonne heranfliegt und zu Tode stürzt. Rainer Fetting ist neben der bildhauerischen Arbeit vor allem für seine expressiven Malereien bekannt. Er studierte an der Hochschule der Künste in Berlin bei Professor Hans Jaenisch und war Mitbegründer der Gruppe „Neue Wilde“.



Teilchenbeschleuniger

1,4 Megavolt Kaskaden-Hochspannungsgenerator und Ionenrohr. Das Gerät wurde von 1942 bis 1944 im Röntgenwerk C.H.F. Müller AG in Hamburg gefertigt. Es wurde 1949 am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz in Betrieb genommen und dort bis 1980 als Teilchenbeschleuniger genutzt. 2011 restaurierte es Ulrich Schreiber. Die Restaurierung wurde nicht mit Mitteln für Kunst am Bau finanziert.



why how what when where

Ausgangspunkt des Kunstwerkes ist die Betrachtung des wissenschaftlichen Forschens als Prozess. Das Max-Planck-Institut für Chemie generiert riesige Datensätze von scheinbar unüberschaubarer Komplexität. Um sie für den Menschen nutzbar zu machen, bedarf es reduzierter Strukturen. Mit dem Kreis fand die Künstlerin eine einfache Form, die einerseits auf den ewigen Kreislauf des Erkennens verweist und andererseits Assoziationen zum Logo des Max-Planck-Instituts weckt. Neue bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse gründen sich oft auf die einfachen Interrogativpronomen warum, wie, was, wann und wo, die dem Kunstwerk seinen Titel geben. Ein weiteres Gestaltungselement der Installation ist das Morsealphabet, das es ermöglicht, kodierte Texte mittels elektrischer Impulse über weite Strecken zu übermitteln. Vergleichbar der Anordnung von Molekülen in chemischen Verbindungen bilden die Bausteine des Morsealphabets komplexe Schichten, die in ihrer Essenz überraschend überschaubar und verständlich bleiben. (Text Brigitte Kowanz, Dieckmann PR Kulturredaktion, München)



Pferd und Mann

Die Skulptur befindet sich am Eingang des Philosophicums. Mann und Pferd stehen vom Gebäude abgewendet, beide den Blick zum Himmel gehoben, die Hand des Mannes in Richtung des Pferdekopfes gestreckt, doch eher um zu empfangen, was sich oben zu offenbaren scheint. Vereint in der Anschauung eines höheren Ereignisses sind Pferd und Mann gleichwertig nebeneinander dargestellt. Die edle Dynamik des Tieres - dem Künstlers zufolge steht es für „die Summe aller Pferde“ - und das stumme Staunen des Menschen erzeugen beim Betrachter den Eindruck von Erhabenheit.&nbsp;



Schwingungen

Die Arbeit besteht aus einer Gruppe von drei abstrakten, geometrischen geformten Plastiken, die aus Polyester gefertigt wurden und sich von der grünen Rasenfläche und den umstehenden Bäumen durch ihr leuchtendes Rot und Blau abheben. Eine der Plastiken fehlte beim Fototermin im August 2015. Da sie zu stark beschädigt war und umzukippen drohte, musste von ihrem Platz entfernt werden. Auch die beiden anderen wurden mehrfach ausgebessert, konnten jedoch bis jetzt an ihrem Standpunkt bleiben. Die bewegten Formen der Skulpturen stehen in Bezug zu ihrer unmittelbaren Umgebung, mimen einen Baum, vergleichen sich mit der der geschwungenen Erhebung des Muschelbaus. Die betont geometrische Architektur der Naturwissenschaftlichen Fakultät findet sich in den Plastiken wieder, bietet jedoch auch eine spannungsvolle Kulisse. Denn vor allem scheinen die Objekte untereinander zu kommunizieren. Durch die formalen und farblichen Bezüge und Unterschiede erzeugen sie ein Hin und Her, eröffnen immer wieder neue Blickachsen und machen aus dem Dazwischen einen aktiven Raum. Der zwischen den Plastiken umherschweifende Betrachter ist dabei gefragt, das Verhältnis von Körpergröße und Objektgröße immer wieder neu kennenzulernen und wird gefordert, auf jedes Element in unterschiedlicher Weise zu reagieren.



Freie Form

Die Plastik wurde 1975 von Franz Eichenauer für die Erziehungswissenschaftliche Hochschule geschaffen. Nachdem das Gebäude 2015 abgerissen wurde, zeigte sich das Kunstwerk bei unserem Besuch im August in fragwürdigem Zustand. Was passiert mit Kunst im öffentlichen Raum, wenn dieser umstrukturiert wird? Darf die Kunst „abgerissen“ oder soll sie versetzt werden? Müsste sie sogar an dem Platz verbleiben, für den sie ursprünglich geschaffen wurde? Dazu finden Sie in unserem <link 245 - internal-link>Forum</link> einen ausführlichen Beitrag.&nbsp;



Kopf

Formen aus Cortenstahl-Platten sind in unterschiedlichsten Winkeln und Proportionen zu einem lockeren Gebilde zusammengesetzt. Beim Herumlaufen ergibt sich aus jeder Perspektive ein neues Gesicht. Die Ausdrücke verwandeln sich je nach Blickwinkel und erlauben beliebig viele Interpretationen, sodass zuletzt die Ähnlichkeit mit einem Spiegel nicht mehr weit entfernt liegt, wenn man sich die Zeit nimmt, sein situations-kohärentes Gegenbild zu finden. Ebenso wie sich Gesichter zusammensetzen lassen, besteht die Möglichkeit das Sichtbare zu sezieren auf die technoiden Bestandteile dieser rostigen Collage und sie so als ein sich im Auflösen befindlichen Organismus von Formen zu betrachten.



ohne Titel

3-teilige Bronzearbeit im Eingangsbereich: ein „original-großer“ Kopf auf einem 1,4 m hohen Sockel, schwarz-patinierte Bronzearbeit Innen: ein „2-dimensionales“ Ei, 60 cm hoch, auf Spiegelglanz polierte Bronze Innenhof: ein halber Kopf, schwarz patiniert, 2,0 x 2,0 x 0,8 m, auf einem flachen Sockel 2,0 x 2,0 x 0,2 m Text von Christian Uhl



Ring, Bogen, Keil, Spindel

Vier Stelen sind vor dem Eingang des Technischen Betriebszentrums in einer kleinen Gruppe drapiert. Sie sind so aufgestellt, dass man dazwischen durchlaufen muss, um zur Tür zu kommen. Jede der Stelen trägt an der Spitze ein Attribut, das jeweils eine abstrahierte Form der im Titel aufgezählten Gegenstände darstellt. Diese bilden für viele handwerkliche Verfahren das mechanische Grundinventar, wie zum Beispiel für das Drechseln. Die Stelen sind alle aus demselben Material – Stahl hergestellt. Die Oberflächen von Stele und Attribut sind jedoch immer unterschiedlich gestaltet, mal verzinkt, mal blau lackiert, mal oxidiert. In dieser Zusammenstellung schaffen sie Akzente die dem Nebeneinander der Stelen Lebendigkeit verleiht. Steht man mittendrin in der Stelengruppe kommt es einem vor, als würden die einzelnen Elemente miteinander interagieren und dabei auf spielerische Weise auch die Form des Gebäudes aufnehmen und nachahmen.



Sonnenuhr

Für den Neu- und Umbau der Institute für Biochemie und Genetik fertigte die Künstlerin Inge Blum ihre Skulptur „Sonnenuhr“ als mit dem Licht interagierende Freiplastik an. Auf einer aus dynamischen Formen bestehenden Basis erhebt sich das geschwungene Dreieck des „Ziffernblattes“. Es erinnert an die weit ausgestreckten Arme eines Menschen, strebt der Sonne förmlich entgegen und nimmt das Licht auf, während das Material sich mit Hitze auflädt. Linien sind auf der Oberfläche noch als Markierungen zu sehen, doch der Bronzestab, der ehemals mit seinem Schatten die Zeit anzeigte, ist noch vor dem Tod der Künstlerin verloren gegangen und lässt die Sonnenuhr als zeitlose Skulptur zurück.&nbsp;



Die Liegende

Die Skulptur liegt, erhöht durch ein Podest im Innenhof des Hauptjustizgebäudes. Der Kopf ist gehoben, der Blick richtet sich auf den von ihr liegenden Platz. Die Beine sind aufgestellt, die Haltung nach vorne geöffnet, aufgestützt auf den rechten Arm, den linken gerade zum linken Knie gestreckt. Der Körper ist Massiv geformt, die Beine und Seite des Oberkörpers sind leicht abgeflacht. Die Geschlossenheit des Körpers wird noch durch das Kleid verstärkt, das eine stilisierte Hülle bildet. Durch das Material fügt sich die Skulptur fast lückenlos in die Umgebung ein. Sie scheint der Architektur entsprungen, ein angeborenes Verhältnis zu ihrem Umfeld zu haben. Gegenüber der glatten und gerasterten Oberfläche der Architektur zeigt die Liegende aber noch die Spuren der Bearbeitung und wirkt dadurch lebendig. Stärke und Sicherheit liegt in den weichen Formen des Körpers. Die Weiblichkeit liegt vor allem in der Sanftheit der Erscheinung. Der Blick entfernt sich aus der Wirklichkeit, geht versonnen in die Ferne. Vielleicht sind es Gedanken an Moral und Gerechtigkeit – auch im Geist ganz mit dem Umfeld verwoben – oder eben die Melancholie, die vollkommenste Form des Zweifels, die nach der ganzheitlichen Durchdringung der Welt verlangt, beides könnte man hinter den verschlossenen Zügen der Liegenden erahnen.



Pinguine am Wasser

Drei identische Pinguine aus weißem Stein stehen auf unterschiedlich hohen Sockeln außerhalb und innerhalb des Brunnens. Sie bilden eine Reihung, die zur Mitte ansteigt und im Brunnen den tiefsten Punkt erreicht. Der Übergang vom Land ins Wasser kann als zeitliche Abfolge verstanden werden, er thematisiert zumindest die Unterschiedlichkeit von Innen und Außen, Brunnen und Pflaster, nass und trocken. Durch die Pinguine wird der Brunnen zu einem Ort, der sich spielerisch erfahren und erweitern lässt, er wird damit zum aktiven Zentrum eines lebendigen Platzes: In ihrer Anmut und Exotik sind die Pinguine Hingucker, die Vorübergehende zu neugierigen Beobachtern und Teilhabenden machen – sie können sich von ihrem Standpunkt aus an der stillen Kommunikation der Pinguine beteiligen und finden sich zuletzt vielleicht selbst im Brunnen wieder.



Ufo, Minze und Marguerite

<span style="font-weight: bold;">Material:<br /></span>drei Ensembles aus jeweils einem Tisch mit zwei Bänken aus Edelstahl und farbigem Glas, den Grundfarben rot – gelb – blau zugeordnet, mit digitalen Collagen in den Tischen, einer Wandzeichnung (der Platz als UFO) und Bepflanzung mit Minze. <span style="font-weight: bold;">Konzept:</span> <br />Das mehrteilige Konzept zum Wettbewerb geht von der Besonderheit des Ortes aus und baut auf der aktiven Mitwirkung der Inhaftierten an der Gestaltung auf. <br />Überlegungen zu den Gründen und veränderlichen Bewertungen des DA-Seins (in der JVA) sollten Thema sein; außerdem sollte dem Wunsch der Gefangenen, den Hof ästhetisch aufzuwerten, Rechnung getragen werden. <br />Ausgangspunkt für die künstlerische Arbeit in diesem reinen Männergefängnis ist Marguerite Duras’ Roman „Die englische Geliebte“; er handelt von einem Mord an der taubstummen Cousine einer Täterin; es geht sowohl um unterschiedliche Bewertungen der Vorkommnisse als auch um die Entstehung von Literatur. <br />Der Roman liegt in der Bibliothek und kann ausgeliehen werden. Text von Cony Theis



Phoenix

Der von Emy Roeder ursprünglich für das Kunstgeschichtsinstitut geschaffene Phoenix ist nach dem Abriss des Gebäudes heute im Georg-Forster Gebäude, am Eingang zur Kunstgeschichtlichen Fakultät zu sehen. Die Metaphorik des Phoenix, sowie die darunter von Reinhold Petermann angebrachte Inschrift „sed de suo resurgit rogo“ (aber aus sich heraus entsteigt er der Asche“) symbolisiert das aus den Kriegstrümmern wieder aufgebaute Mainz, sowie das 1960 neu errichtete Institutsgebäude der Kunstgeschichte selbst.



Radiale Schwingung

Die Skulptur besteht aus zwei übereinander liegenden, ineinander verschränkten Kreisen, die jeweils an einer Seite vertikal abgewinkelt sind. Die Kreise setzen sich zu der geschwungenen S-Form des Gebäudes in Beziehung, die Kombination von Rundung und Kante in der Architektur wird zum Vokabular der Arbeit. Der Künstler versteht seine „architektonischen Skulpturen“ unter anderem als „strukturales System“, in dem spielerisch „Verschiebungen von Horizontale und Vertikale“ auftauchen. „ Der Betrachter fühlt sich als Besucher einer imaginären Welt, in der die alltägliche Orientierung nicht mehr funktioniert.“ Zitate entnommen von www.clausbury.de



Goldene Wabe und Welle

Die Besucher des Finanzamts sollten intuitiv auf „das Wesen der Gemeinsamkeit“ eingestimmt werden. Dazu wählten wir die Symbolik von Wabe, fleißigen Bienen und Goldtalern/ Honigtropfen. Herausforderung war die Einhaltung der Gewichtsbelastung im Windfang (erster Stock, Standort der Skulptur) und die Gestaltung ausschließlich mit Naturstein, zur natürlichen Anmutung. Die Ausführung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Architekten, Fliesenlegern und Statikern. Ein goldbeiger Granitblock aus Vietnam wurde von uns in eine lichtdurchflutete „Waben“-Skulptur verwandelt und im Windfang über dem Eingang positioniert. Die Bodengestaltung aus weißem amerikanischem Granit erstreckt sich bis auf den Bürgersteig hinaus. Intarsien aus unzähligen goldgelben Granittalern empfangen und begleiten den Besucher wie ein Goldregen, oder Honigtropfen im Eingangsbereich und verdichten sich im Inneren des Gebäudes zu einer riesigen „Welle“.



Augensteine

&quot;Die Augensteine erarbeiten wir mit ausgewählten Findlingen aus aller Welt, deren raue versinterte Haut wir – nach eingehendem Studium ihrer Form und Farbigkeit – an einer bestimmten Stelle kreisrund öffnen und polieren, bis sich ein &quot;Auge&quot; im Stein ergibt. Dieses polierte &quot;Auge&quot; erlaubt den Blick in die kristalline Tiefe des jeweiligen Steines. Oberfläche und innere Struktur der Steine sind nicht identisch. Während die Oberfläche des Steines stärker von der Natur geprägt ist, sich rau und hart anfühlt, ist seine polierte innere Struktur als hochartifizielle Sublimierung der Materie beim darüberstreichen glatt und weich. &quot;Man ist Betrachter und Betrachteter zugleich&quot;. Steine und Erdfarben, sonst unauffällige Alltagseindrücke, jetzt sorgsam bearbeitet, schaffen dem Betrachter Raum zur Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit und dem was Geheimnisvolles darin und dahinter liegt.&quot; Livia Kubach und Michael Kropp



Aurobindu I

Aurobindu I wurde 1989 von dem Berlin Künstler Rudi Pabel anlässlich der Erweiterung der Landesbehörde geschaffen. Das Anliegen des Künstlers war es eine Skulptur mit zeitgemäßer Formensprache und handwerklichem Anspruch zu verbinden. Diese abstrakte, konstruktive Komposition besteht aus blockhaften Sandsteinelementen (heimisches Gestein) und raumgreifenden Bronzeteilen. Der Kontrast von schwer und leicht und das Zusammenwirken der Materialien Stein und Bronze stehen im Verhältnis zu ihren Teilformen. Daher auch der Name Au = Auge, ro = Rotation, bindu = Bindung. Der Künstler wollte eine Verbindung zwischen der Betrachtungsweise der Planer und Architekten der Landesbehörde und dem Wandel der Zeit in der Architektur und den Materialien schaffen.



ohne Titel

Das Kunstwerk entstand 1982 im Rahmen eines internationalen Steinbildhauersymposiums an der Technischen Universität Kaiserslautern. Initiiert wurde das Symposium von Prof. Gernot Rumpf und Baudirektor Walter Keßler. Es entstanden Skulpturen von 20 Künstlern aus 8 Ländern, die auf dem Campus der Universität aufgestellt sind. Für das Symposium wurden vom Land Rheinland-Pfalz „Kunst am Bau“ Mittel in Höhe von rund 300.000,00 DM zur Verfügung gestellt.&nbsp;



Trialog

Die Eingangshalle des Justizzentrums Kaiserslautern erstreckt sich über 3 Etagen bis zu einer Höhe von 13 Metern. Durch die schräg gestellte Glasfassade ergeben sich zwei Stirnwände mit unterschiedlicher Breite, die eine Wand ist 5,5 Meter, die gegenüberliegende 3 Meter breit. Der künstlerische Entwurf entwickelt sich von diesen beiden Wänden her in den Raum. Die Installation besteht aus drei langen, schmalen lanzettförmigen Objekten. Zwei ragen von der breiteren Wand her in den Raum, das dritte Objekt ist vor der schmalen gegenüberliegenden Wand installiert. Die Objekte, deren Länge zwischen 8,5 Metern und 9 Metern variiert, sind mit einem Abstand von 50 cm zur Wand angebracht. Mit ihrer Längsbewegung unterstreichen sie die beiden schmalen und hohen Wände. Gleichzeitig strukturieren und akzentuieren sie diese durch ihre organischen Formen und ihre deutliche Farbigkeit in dem ansonsten eher nüchternen Ambiente der Eingangssituation. Aus verschiedenen Blickwinkeln sind die Objekte sehr unterschiedlich wahrnehmbar: Während die frontale Ansicht an Kompassnadeln erinnert, wird in der seitlichen Ansicht – auch von den Galerien – ihre plastische Wirkung deutlich sichtbar. Der Begriff „Trialog“ wird zwar immer wieder in unterschiedlichsten Zusammenhängen verwendet, gleichwohl existiert das Wort tatsächlich nicht. Als Titel der Installation nimmt er Bezug auf die Aufteilung der Macht im Staat in die drei Bereiche Legislative, Exekutive und Judikative, die in ihrer Funktion theoretisch voneinander getrennt sind. Durch die Verwendung dieses Titels wird die tatsächliche Existenz der Gewaltenteilung kritisch hinterfragt. Text von Jan Leven



Offene Gesellschaft

Der Hessische Hof ist kultureller Mittelpunkt der Einwohner Rheindürkheims, indem er vielen Generationen Raum für den Austausch und die Gestaltung des kulturellen Lebens bietet. Solche Orte sind wichtig, um das Gedächtnis eines Ortes zu wahren. Den Künstlerinnen Sabrina Geckeis und Judith Walz war es wichtig, von der Gemeinschaft dieses Ortes auszugehen, für den das Kunstwerk geschaffen wurde. Die Kissen haben ihr Aussehen durch die Bewohner des Ortes verliehen bekommen. Ihre Kissen von Zuhause lieferten die Vorlage für Farbe und Form. Kein Kissen gleicht dem anderen: Vom selbst bestickten Spitzenkissen der Großmutter zum bunt bedruckten Kinderkissen erzählen sie von individuellen Herkünften. Durch die Abstrahierung und Stilisierung ihrer besonderen Merkmale bilden sie Charaktere aus. Das große bordeauxfarbene Kissen lehnt sich allen voran über die Geländerecke, zum Aufbruch bereit. Abseits stellt das Kleinste widerspenstig seine Ecken ab und sträubt sich, als Teil der Gemeinschaft. gesehen zu werden. Weitere machen sich nebeneinander auf dem Geländer breit. Die Kissenskulpturen bilden eine Gesellschaft, die sich nicht nur auf die eigene Mitte konzentriert, sondern sich auch über das sie begrenzende Geländer in die Welt hinaus lehnt. Text Geckeis&amp;Walz



ohne Titel

Das Kunstwerk besteht aus drei Objekten in Sichtnähe, die jeweils ein Aufgabenbereich des Institutes beschreiben und den Prozess von Tradition - Forschung - Innovation - Öffentlichkeit aufzeigt. Sie sind sowohl formal als auch inhaltlich eng miteinander verbunden. Objekt 1: Hier sind in drei Reihen die verschiedenen Materialien aufgeführt mit denen sich das Institut beschäftigt: Keramik, glasierte Keramik, Glas, (Corten)Stahl, Edelstahl. Die vorgehängten Scheiben ( antike Objekte in Sandstrahltechnik) bilden die Brücke zur Tradition. Objekt 2: Hier steht die Forschungsarbeit mit den unterschiedlichen Elementen und die verschiedenen Messverfahren im Vordergrund. Glas ist hier das Material meiner Wahl, das durch die einzigartige Leuchtkraft von Echtantikgläsern besonders gut das Element Feuer und somit Hitze / Hitzebeständigkeit darstellt. Objekt 3: Verschiedene Persönlichkeiten aus dem Bereich Feuerfeste sind auf transzendente VSG-Scheiben gedruckt und gehen eine optische Verbindung mit dem Feuer der vor gehängten Scheiben ein. Sie stehen für eine europaweite Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Hochtemperatur-Prozessanlagen, Begabtenförderung und Seminare. Text Gabi Bruckmann



Sprache zum Sitzen

Unter dem Titel „Sprache zum Sitzen“ habe ich 4 Schriftzüge konzipiert, deren Begriffe ich mit Schülern eines Leistungskurses des Otto Schott Gymnasiums erarbeitet habe. Sie dokumentieren zugleich die Sprachen, die am Gymnasium gelehrt werden und beziehen sich, in ihrer Bedeutung, wechselseitig auf die räumlichen Begebenheiten. Die vier Begriffe „eat, futura, reve und hier“ gestalten, entsprechend ihrer Funktion, die Innenräume neu. Die jeweiligen Räume bekommen eine funktionale Bestimmung. Die Lettern „eat“ platziere ich neben der Essensausgabe des Mensabereiches. Der Schriftzug „futura“ liegt „eat“ in der Diagonalen des Mensaraumes gegenüber und neben der Bühne. Im Spiel wird erprobt, was für die Zukunft gilt. Die Buchstaben „hier“ liegen in einer losen Anordnung auf dem Boden (fest montiert) und dienen im Foyer als spielerische Sitzgelegenheiten für mindestens 8 Schüler. Der Begriff „hier“ ist im Deutschen zu verstehen, in seiner Bedeutung von „hier und jetzt“, dem „Sein“ ansich. Betrachtet man das Wort im Französischen, dann hat es die Bedeutung „Gestern“ und steht „futura“ gegenüber. Die farbige Gestaltung der Schriftzüge habe ich auf die vorhandene Situation abgestimmt. Text von Katja von Puttkamer



Ein Auto im Koffer

Die Park &amp; Ride Anlage in Ingelheim liegt unmittelbar gegenüber des Bahnhofsgebäudes. Das Parkhaus dient Berufspendlern und Reisenden, die die Bahn benutzen und ihr Auto abstellen wollen. Meine Idee ist es, einfache Bilder zum Thema Reise zu entwickeln. Die Motive habe ich mit einfachen Alltagsgegenständen (Koffer) gestaltet, die ich überdimensioniert darstelle.Neun Bildtafeln ziehe ich um das Parkhaus, sie greifen teilweise in die Architektur und verzahnen sich. Alle Bildtafeln haben die gleiche Einfassung, „Rahmung“, die am Rand mit den Punkten eine aufgespannte Leinwand symbolisiert. Die flachen Bleche bekommen somit Objektcharakter. Es soll erkennbar werden, dass ich hier „Bilder“ meine, die an einem überdimensionalen Gestell hängen. Das Aluminiumlochblech ist transparent, die Autos parken scheinbar in einem Koffer. Je nach Lichtsituation verbinden sich Bild und Auto unterschiedlich. Ein Kofferstapel mit verschiedenfarbigen Koffern richtet sich an den Fernreisenden. Aus einem Aktenkoffer fliegen über eine Strecke von 24 Metern Dokumente, als hätte sie ein vorbeifahrender Zug aufgewirbelt. Fiktion und Realität stehen sich gegenüber. Text von Katja von Puttkamer



Fahr Rad! HALLE

Das Fahrradparkhaus in Ingelheim wurde 2008 erbaut und dient zur Unterbringung der Fahrräder am Ingelheimer Hauptbahnhof. Schüler und berufstätige Pendler nutzen das Gebäude zur Abstellung ihrer Räder.Auf dem Dach des Gebäudes befindet sich eine Solaranlage zur Energiegewinnung. Das Gebäude gliedert sich in drei Bauabschnitte, mit drei unterschiedlichen Sicherheitszonen für die Fahrräder. Der gesamte Gebäudekomplex, erstreckt sich parallel zu den Bahngleisen. Mit den Schriftzügen „fahr Rad! HALLE“ gebe ich dem funktionalen Fahrradparkhaus einen Namen und ein Gesicht. Meine plakativen Schriftzüge benennen es und erleichtern die Orientierung im Bahnhofsbereich. Jedes der drei Gebäude erhält einen Schriftzug, der 600 cm lang und 150 cm hoch ist. Durch die Farbe Signalrot werden die beiden Worte „fahr“ und „Rad“ zusammengebunden und bilden den Imperativ „fahr Rad!“, als Aufforderung zur umweltfreundlichen Fortbewegung. Neben der Farbe unterstreicht die kursive Schreibschrift diese Lesart und bindet die beiden roten Schriftzüge zusammen. Das gesamte Gebäude widmet sich nun der energetischen Nachhaltigkeit. Text von Katja von Puttkamer



Eingebunden-Kommunikation

Die monumentale Skulptur „Eingebunden“ von 3 Metern Höhe stellt einen Menschen dar, der sich innerhalb starker Randbedingungen (Familie/Schule/Gesellschaft/Natur/Technik) bewegt und entwickelt und die Grenzen auslotet.Der obere Teil mit der Glocke ist für ihn nicht sichtbar und steht für die Welt hinter dem Sicht- und Tastbaren, allgemein ausgedrückt: die Spirituelle oder geistige Welt. Davor sind zwei ca. 4 Meter lange, dynamisch geformte Sitz- und Spielmöglichkeiten mit einem Tisch dazwischen, der auch als Bank dienen kann.Die Bänke eignen sich zum Sitzen in verschiedenen Positionen, auch zum Liegen. Die Bedeutung des Ensembles steht für individuelle Entwicklung auf allen Ebenen und die Wichtigkeit der Kommunikation, wo sich die gegenüber sitzenden Menschen ihre Anliegen und Meinungen offen auf den Tisch legen und gemeinsam reden/planen/genießen/verstehen lernen etc. Das ganze Ensemble wird von einer Schatten spendenden Plane überdacht. Text von Simone Carole Levy



Römische Rahmen

Zwei große Metallrahmen, im rechten Winkel zueinander stehend, zeigen Motive aus der römischen Architektur. Der bronzene Rahmen, als Material der Antike, steht in Richtung des Grabungsfeldes - Römerkastell - und zeigt die Reste eines römischen Säulenfelds. Der Rahmen aus Edelstahl, als Material der Neuzeit, stellt eine Szenerie einer intakten Römerwelt wie vor 2000 Jahren dar: Einen Ausschnitt eines Säulenganges, der in einer romanischen Toröffnung endet, durch den ein Brunnen zu sehen ist und dessen Schatten zurückgeworfen wird. Wie in Schattenbildern oder Silhouetten ist das Dargestellte auf eine Ebene verkürzt und perspektivisch reduziert. Text von Hans Otto Lohrengel



Dynamische Welle

Das alte Sandsteinportal wurde komplett wieder aufgebaut. Alte und neue Form stehen auf dem gleichen Sockelmaterial (Basaltlava). Die neue Skulptur in bzw. unter dem Portal bildet mit diesem eine Einheit. Das alte Portal selbst symbolisiert das Krankenhaus, die dargestellte Wellenlinie aus Edelstahl ist Symbol für den idealen Gesundungsverlauf, steht für einen dynamischen Heilungsprozess. Text von Hans Otto Lohrengel



Sitzscheiben

Die skulpturalen, kreisrunden Metallelemente stehen parallel zum Mensagebäude in einer speziellen Aufreihung und in einem Winkel von 78° zur Gebäudekante. Mit der schrägen Ausrichtung der Achsen und der Beschränkung auf Rundformen, soll der Anordnung Dynamik und Bewegung verliehen werden, die als Ausgleich für die vielen geraden Linien und rechten Winkel, die am Gebäude und auf dem ganzen Campus dominieren werden, wirken soll. Die formale Reduzierung der kreisrunden Metallelemente, passt zu der modernen und sachlichen Architektur des Neubaus. Neben den formalen Kriterien dienen die kreisrunden Metallelemente als Außenerweiterung der Sitzmöglichkeiten in der Mensa. Sie lassen ein Besitzen im Innen- und Außenring zu. Die Scheiben mit Aufbau bieten zusätzlich die Gelegenheit des Anlehnens oder erhöhtem sitzen. Text von Hans Otto Lohrengel



Wasser und Statistik

Die Schnittpunktlinien der Zufahrt und des Fußweges werden aufgenommen und zur Form einer Tabelle bzw. eines Gitterrasters gestaltet. Sie bilden die Hauptachse und symbolisieren zusammen mit der von den Rasterlinien durchschnittenen Wellenplastik die statistischen Forschungsergebnisse über das Medium Wasser. Mit der durchgehenden Bodengestaltung von Innen nach Außen und dem einheitlichen Bodenbelag wird eine Verbindung und optische Transparenz des Außen- und Innenbereiches erreicht. Text von Hans Otto Lohrengel



Schilderwald

Die Arbeit besteht aus einer dichten angebrachten Säulengruppe sowie einer Präsentation gebrauchter Objekte aus dem Bereich der Straßenmeisterei. Die Säulengruppe wird dominiert von Verkehrsschildern, die durch die Anbringung in großer Höhe (ca. 5 m) einen Signalwert haben und dadurch auch als Wegweiser dienen. Die Präsentation der Planken als ausgedientes Material in niedriger Höhe soll als eine Art Industriedenkmal angesehen werden. Text von Stefan Forler



Märchen & Mythen

Mein Gestaltungskonzept sieht ein vielschichtiges, erlebbares Wege-Labyrinth vor: An fünf neuralgischen Stellen innerhalb und außerhalb des Schulgebäudes sowie anhand weiterer Fragmente werden in Mosaiktechnik Sagen und Erzählungen aus dem geografischen Umfeld des Leiningerlandes bildnerisch umgesetzt. Fünf Mosaikbilder sind inhaltlich eingebettet in die Labyrinth-Sage von Theseus, welcher mit Hilfe eines roten Fadens den Weg durch das Labyrinth des Minotaurus findet. Das Labyrinth greift die Vor-Ort-Situation mit zahlreichen Gängen, Anbauten und Wegen auf. Bildlich dargestellt werden folgende Erzählungen: <ul><li>Die Gräfin Eva von Neuleiningen</li><li>Der weiße Peter von Wachenheim</li><li>Siegfried der Drachentöter </li><li>Der Ritter vom Huneberg </li><li>Theseus im Labyrinth des Minotaurus</li></ul> Bei der Umsetzung des Gestaltungskonzeptes wurden neben den verschiedenen Mosaikmaterialien, wie Smalten, Feinsteinzeug, Keramik, Glas, Gold, ebenso passende Fundstücke und nachtleuchtendes Glas verwandt. „Mein Ziel ist es, ein Stück Bewusstheit bezüglich unserer Wurzeln und unserer Vergangenheit in einen anfassbaren, erlebbaren, Freude bringenden Schulalltag zu bringen - Kunst, welche Anknüpfungspunkte für Heimatkunde, Deutschunterricht, Kunst und Religion bietet - ein Konzept, welches alle Gebäudeteile anspricht und verbindet - wie alt und neu, wie das Früher und Jetzt, wie der Beginn des Labyrinths und das Ende des roten Fadens.“ Text von Tanja Lebski



Übersetzer/Rheinfischer

Bei dieser Plastik geht es um die Suche nach „neuen Ufern“, der Zuversicht, den unbändigen Lebneswillen sich dem Neuen zu Öffnen - aber dennoch sich der eigenen Wurzeln bewusst zu sein. Der „Übersetzer/Rheinfischer“ aus Bronze steht in einem stilisierten Nachen aus Stahl. Text von Peter Brauchle



Lebensweg

<span style="font-weight: bold;">Die Eintrittssäule</span> Die Säule soll einen leichten Einstieg in den Themenbereich des Hofes ermöglichen. Sie dient als Aufbruch oder Übergang. Auf der Säule befindet das Taukreuz als Symbol der Franziskaner Weiterhin befindet sich in der Mitte – das den Menschen im Zentrum der Einrichtung widerspiegelt - ein Schriftband. Es trägt die Inschrift „GLAUBE/ HOFFNUNG/ LIEBE/ SCHMERZ“ <span style="font-weight: bold;"> Schmerz </span> Das Seelenstück steht für die Empfindung des inneren Leids. Leid, welches durch Krankheit oder andere quälende Einflüsse nach außen tritt. Die Überdehnung des Kopfes und die Krallen sollen die Emotionen des Betrachters verstärken. Die fragende Hand erbittet gleichsam Linderung. <span style="font-weight: bold;">Das Alter</span> Das Alter steht für ein erfülltes Leben. – Ein Leben, welches in jedem Lebensabschnitt das innere Gleichgewicht sucht. Finden wir unsere Mitte, so ist diese der Weg zu einem glücklichen und erfüllten Leben – egal wie weit wir auch gegangen sind. <span style="font-weight: bold;">Die Gebende</span> Die Gebende<span style="font-weight: bold;">&nbsp;</span>steht für unsere Mitmenschen, die uns begleiten und in allen Lebenslagen für uns da sind. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Sie trägt das Innere, welches einen Menschen besonders macht nach außen. Die Schale und das Wasser symbolisieren den ewigen Kreislauf. Der Übergang der Figur in den Stein verdeutlicht die Verbundenheit. <span style="font-weight: bold;">Der Franziskanerbruder&nbsp;</span> Der Franziskanerbruder schließt den Kreis. Er nimmt sich aller an – von ganzem Herzen. Liebe, Schmerz, Hoffnung und Glaube sind untrennbar miteinander verbunden. Text von Peter Brauchle



AusZeit

Zwei Löffel, die leicht verändert auf einem Natursteinblock montiert sind. Der Block steht für die „Mensa“ (lat. Tisch). Er dient als Plattform für die „AusZeit“. Auf einem der Löffel sitzt ein Junge, der die „AusZeit“ genießt und in einen Apfel beißt. Die Backen voll und die Gedanken frei - so vergeht die Zeit. Eine Zeit, die sehr wichtig ist um gelerntes zu festigen und um Freiraum für Neues zu haben.&nbsp; Text von Peter Brauchle



Vital-Zyklus

28 Fotografien. Format: 30 x 45 cm. Aufgezogen auf Alu-Dibond und matt-glänzend kaschiert. Kein Passepartout, kein Rahmen. Mehr (Foto-) Objekt als Bild.Die Fotos sind so angebracht, dass sie vor der Wand zu schweben scheinen. Mich hat es gereizt, mit dem Nutzungszusammenhang assoziativ umzugehen. Grundlage ist mein fotografisches Werk. Zu ihm suchte ich Inhalte, Begriffe (aus dem Leitbild, aus dem Selbstverständnis der Polizei und aus eigenen Gedanken), die sich mit den Fotos verbinden lassen. Auf diese Weise sind Bild-immanente Inhalte, die menschlich-existenzieller Natur sind, mit neuen Bedeutungen verknüpft. Unter jedem Foto hängt der zu ihm gehörende Begriff/Gedanke. Der Text steht bewusst nicht im Bild, sondern für sich. Beides ist getrennt, um erst im Kopf des Betrachters aufeinander zu prallen. Die Fotos sind auf gleicher Höhe, Oberkante 1,7m, in leicht unregelmäßigen Abständen, zueinander angeordnet. Auch inhaltlich und motivisch werden die Bilder auf der Wand zueinander in Beziehung gebracht, sowie zur jeweils gegenüberliegenden Wand. Um ein Bild hervorzuheben, kann es auch ‘mal die anderen etwas überragen. Text von Künstler Christian Uhl



aus dem Leben

5 Figuren aus verleimter Eiche, 3 vollplastische, 2 Relief-Profile. 1,30 m groß, auf Eichenplatten (80x160 cm). Alles ist aus Holz, bis zu den Boxhandschuhen und dem Schirm. Die Haut: Kopf, Hände, Arme, Füße, Oberkörper, die Diele, sind Natur belassen, auch die Hintergrund-Platten. Die Kleidung ist bunt – bemalt, mit Acryl-Farbe, von hochglänzend bis ganz matt. Die Hose des Boxers hat metallischen Glanz. Die Figur-Auffassung ist klassisch, unter der Kleidung bleibt der Körper spürbar. Gesichter, Hände, die Kleidung –Falten, sind „realistisch“ durchgestaltet. 4 ‚Plastiken’ hängen an der zu gestaltenden Wand, in begreifbarer Höhe, Unterkante 1m. Eine ‚Skulptur’ ist in der Mitte des Fahrstuhlschachtes angebracht, nur anschaubar in 2,3m Höhe. Inhalt meiner Arbeit ist der Mensch, „verkleidet“, verkleinert auf 1,30 m. Ich habe versucht ein wenig ins Leben zu greifen. Auf der Wand befindet sich ein Boxer (Sport), ein Arbeitender (ein Schreiner), ein Spaziergänger, geschützt vor Regen durch Schirm und entsprechende Kleidung, die letzte Figur ist nach oben schauend dargestellt, weil sie da irgendetwas sucht. Diese vier Skulpturen sind so angebracht, dass sie, gut unfassbar, direkt vor einem hängen. Die ‚Person’ am Fahrstuhlschacht ist extra fast unerreichbar hoch angebracht – der Mensch. Er hat alles bei sich, alle haben eine Ahnung davon, aber keiner traut sich. Text von Künstler Christian Uhl



Interieur No. 253

Im Zuge der Bahnhofsrenovierung von 2000 bis 2004 erhielt der Berliner Künstler Anton Henning den Auftrag, das Bistro des Arp Museums Bahnhof Rolandseck zu gestalten. Mit dem Interieur No. 253 schuf er ein begehbares und benutzbares Gesamtkunstwerk. <br />Ähnliche Arbeiten hat Henning unter anderem in der Ausstellungshalle Am Hawerkamp in Münster und im Kunstmuseum Luzern realisiert. <br />Für das Bistro Interieur No. 253 gestaltete Anton Henning Theke, Tische, Lampen und Sitzmöbel. Die Wände und die Tische des Bistros sind mit geometrischen Formen versehen. Über diesen Wandmalereien sind 15 Gemälde platziert. Diese zeigen unterschiedlichste Vorstellungswelten: Stillleben, romantische Naturdarstellungen, Akte, Porträts und abstrakte Bilder. <br />Die Gemälde Hennings zitieren dabei Künstler der klassischen Moderne wie Marcel Duchamp und Piet Mondrian. Zudem greifen sie Motive der Alltags- und Popkultur wie Pin-ups, Blumenbilder und Sonnenuntergänge auf. Im Jahr 2012 wurde das Interieur No. 253 durch Anton Henning um 24 farbig bemalte Glasfenster ergänzt. Dies geschah im Rahmen der Sanierung und Erweiterung des Bistros um ein neugebautes Küchen- und Multifunktionsgebäude. Die Glasfenster sind mit Buchstabenmotiven sowie mit geometrischen und freien Formen versehen. Sie geben dem Raum eine farbenfrohe Lichtstimmung, die bei Sonnenschein eine einzigartige Atomsphäre schafft. Weitere Informationen unter: <link http://arpmuseum.org/ausstellungen/dauerausstellungen/in-situ/anton-henning-bistro-interieur-no-253.html - external-link-new-window>http://arpmuseum.org/ausstellungen/dauerausstellungen/in-situ/anton-henning-bistro-interieur-no-253.html</link>



Vom Untergeschoss bis ins Dachgeschoss wird der Benutzer des Treppenhauses von Kunst begleitet. Mit diesem großflächigen Wandrelief wird auf den Behördenalltag Bezug genommen – Akten, Formulare, Anträge, Dienstsiegel, Papier in allerlei Gestalt, eilig aufgeblättert, dabei auch mal eingerissen, geknickt, gerollt. Das diktierte die Formideen, die in Stahl und Buntmetallen durch Verformungen und Schichtungen in farblicher Akzentuierung durch Ätzen, Patinieren und Oxydieren umgesetzt wurden.



Dynamische Form

Ausdruck körperlicher Bewegung. Linien werden zu Richtungen, zu Bewegungssymbolen, waagerecht passiv und entspannt diagonal fortschreitend, senkrecht aufstrebend und aktiv. Durch Dehnen und Strecken, verbreitern und verschmälern gerät die Form weiter in Bewegung.



Windspiel

Die Form in ihrer farbigen Gestaltung ist Kontrapunkt zur funktionalen Strenge der angrenzenden Architektur. Einzelne Elemente drehen sich, weitere vibrieren im Wind. Die tragende, weich ausgeformte, viereckige Säule wurde aus Cortenstahl geschweißt, die beweglichen Teile wurden aus Aluminium gefertigt, die übrigen aus Edelstahl. Die Korrosionsschutzbeschichtung erfolgte entsprechend den im Entwurf festgelegten Farbigkeiten. Die Gesamthöhe beträgt ca. 4 m, die Gestaltung in ihrer Differenziertheit erfolgte ab einer Höhe von 2,50 m, damit über Kopf, um Unfall- und Verletzungsgefahren auszuschließen



Indizielles Zeichen

Die Skulptur ist 6,00 m hoch. Die Skulptur soll nach Vorgabe des Auslobers einen Bezug zur Familie Puricelli herstellen, die im 18. Jahrhundert bei Rheinböllen eine bedeutende Eisenhütte betrieb, die vielen Menschen in der Region Arbeit gab. Auch im sozialen Bereich hat sich die Familie Puricelli hervorgetan. In Bezug auf die Rheinböller Eisenhütte soll das Kunstwerk möglichst bzw. überwiegend aus Stahl/Eisen hergestellt werden. Gestalterische Details sollen die Dekodierung durch den Betrachter fordern Die Form grob umrissen lässt an einen Baum –Stamm und Krone- erinnern- das Symbol für Leben. Die beiden im oberen Teil leiterartig verbundenen Vertikalen stehen für aufstrebendes Miteinander. Das obere ellipsenartig ausgebildete Element umschließt eine zentrierte Kreisform – Kreisformen gelten allgemein als Ausdruck zusammenschließender Kraft, kann aber auch Geborgenheit und Schutz bedeuten. Das Material Eisen steht in seiner symbolischen Bedeutung, wie mit zahlreichen historischen Beispielen belegt, für Durchsetzungskraft, Energie und Aktivität – sinnhaftes Zeichen für einen Ort, der Tradition mit zweckmäßigem Fortschritt verbindet und der sich in stetiger Aufwärtsentwicklung befindet.



Bewegungsstudien

Die Entwurfsidee geht zurück auf die Betrachtung von Bewegungsstudien, die Bewegungsabläufe im Sport sichtbar machen können. Hier bilden Linien aus Licht die Bewegungen des Sportlers ab, der Lichtquellen während der Übungen am Körper trägt. Sichtbar gemacht durch Langzeitbelichtung auf einem Foto. Im Entwurf werden diese Lichtlinien vereinfacht und in dreidimensionale Metallelemente umgewandelt. Die Schnittstellen der einzelnen Elemente sind schräg ausgerichtet und geben der Anordnung noch zusätzlich Dynamik und Bewegung. Die so entstehenden vorwiegend runden Elemente, dienen auch als Ausgleich für die vielen geraden Linien und rechten Winkel, die am Gebäude und auf dem ganzen Campus dominieren. Text von Hans Otto Lohrengel



Kopf mit harmonischen und aggressiven Elementen

<span style="font-weight: bold;">Zur Idee</span>:<br />Der Kopf als Staatsgebilde. Im Kopf existieren aggressive und harmonische Elemente. Bezugnehmend auf die Tätigkeit der Polizei, die als regelnde und vermittelnde Einrichtung zwischen Aggressivität und Harmonie steht. <span style="font-weight: bold;">Standort:<br /></span>Blickschneise Reckstraße, in einem ca. 45 ° Winkel zur Straße. Die runden Formen der nebenstehenden Architektur werden durch die Freiplastik aufge-griffen und verarbeitet. <span style="font-weight: bold;">Material:</span> <br />Weidenhahner Trachyt <span style="font-weight: bold;">Maße:<br /></span>Höhe 250 cm, Breite 240 cm, Tiefe 70 cm Text von Otto Lohrengel



12 Leuchtstoffröhrenbilder

&quot;Der Künstler Michael Seyl ist mit seinen vielbeachteten LichtInstallationen im öffentlichen Raum weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. <br />Es entstand die Idee, seine Leuchtstoffröhrenbilder in dem Kreisgebäude zu installieren. Sie sollen die Besucher von ihrer unbestreitbaren ästhetischen Faszination her gefangen nehmen und zur Diskussion anregen. <br />Es wird sich die Frage stellen, ist das Exponat nur dann ein Kunstwerk wenn es &quot;unter Strom steht&quot; oder kann es auch in ausgelöschtem Zustand so gesehen werden. Mit ihrer bewusst gewählten Farbgebung am jeweiligen Standort unterstützen die Bilder außerdem das vorhandene Besucherleitsystem. So entsprechen die Leuchtstoffröhrenbilder in ihren Farben denjenigen Farben, die den verschiedenen Gebäudeteilen durch das Besucherleitsystem zugeordnet sind. (…)&quot;<br /> Text von Gerd Mildau: Künstlerische Ausgestaltung von Hochbauten in Rheinland-Pfalz, In: Westrichkalender 2004, Görres Verlag, Koblenz 2004, S. 21-23



ohne Titel

In der Komposition für die Wandflächen hat Herr Hergueta den Bildraum als eine fragmentarische, offene Form entwickelt, welche vielfältige Anknüpfungspunkte bietet und zu einer atmosphärischen Aufladung des Raumes führt. Dabei werden geometrischen Trapez - und Dreiecksformen und Rasterstrukturen zur Architektur und der Funktion des Gebäudes in Beziehung gesetzt. <br />Die Wirkung entfaltet sich in der Gesamtheit der Wandflächen als auch in den sichtbaren Teilflächen. Die Farbpalette besteht aus Schwarz, Grau, Weiss und der reflektierende Metallfarbe Silber. Neben der flächigen malerischen Ausführung werden plastische Akzente durch die Umsetzung geometrischer Formen aus schwarzen hochglanzpolierten Blechtafeln als Relief gesetzt. Die vielfältigen Sichtbeziehungen und die dynamische Korrespondenz der Wandmalerei mit dem Umraum und den Betrachtern führen zu einer visuellen und inhaltlichen Durchdringung der Wandflächen. Das Spiel von Formen, Oberflächen, Farbe und Raum kennzeichnet das dynamische, energiegeladene und dialogische Prinzip der künstlerischen Gestaltung. Text von Mario Hergueta Verfolgen Sie den Entstehungsprozess unter <link 291 - internal-link-new-window>ein Kunstwerk entsteht</link>. Details zum Wettbewerb können Sie nachlesen unter <link http://kunstundbau.rlp.de/de/wettbewerbe/archiv/kunst_am_bau/detail/?tx_rlpkunstambau_kunstambau%5Bwettbewerb%5D=7&cHash=b9a51e15943bc03022d54a5cc1f264e2 - external-link-new-window>Wettbewerb - Archiv.</link>



ohne Titel

Das„ Tor“ der Universität, mit seinem signifikanten, weithin sichtbaren Baldachin, soll eine eigenständige künstlerische Ausgestaltung erfahren. Das Potenzial des Eingangs- und Schwellenbereichs zwischen dem geschützten und von außen kaum einsehbaren Campus der Universität Koblenz-Landau mit künstlerischen Mitteln herauszuarbeiten, zu verstärken, zu akzentuieren, ist das zentrale Anliegen. Gerd Friedrich:<br />&quot;Das in seiner Wahrnehmung so unerklärlich daliegende Stahlgerüst - schwebend zwischen realer und künstlicher Welt - eine Vogelstange mit 9 überdimensionalen spielerisch bunten Porzellanvögeln - künstlerische Überhöhungen einer alltäglichen Situation, inspiriert von der akustischen Kulisse der benachbarten Vollere des Zoos. Ein weithin sichtbarer Eindruck - der die Blicke auf sich zieht und so den Zugangs-Komplex der Universität als Gesamtkunstwerk etabliert. Beflügelnder Anlaufpunkt für die Studierenden aus aller Welt, die sich unter dem Vordach treffen, verweilen und weiter ziehen.&quot; Text von Gerd Friedrich Den Entstehungsprozess können Sie nachverfolgen auf <link 289 - internal-link>ein Kunstwerk entsteht.</link> &nbsp;



ohne Titel

Mein Gestaltungskonzept bezieht sich inhaltlich als auch formal auf die Funktionalität der drei verschiedenen Räume: Flur, Mensa, Bewegungsraum. Im <span style="font-weight: bold;">FLUR</span> wird durch Drehen verschiedener Rechteckblöcke und Verändern der Farbigkeit die typische räumliche Empfindung aufgehoben. Die Staffelung dieser Fliesenblöcke erzeugt optisch Tiefe - ein Vorder-, Mittel- und Hintergrund entsteht, in welchen Details aus dem Ortsbild und der Historie Flonheims eingeflochten sind. <br />Der <span style="font-weight: bold;">BEWEGUNGSRAUM</span> greift bildnerisch den Zweck des Raumes auf. Sich rollen, kullern oder kugeln - das sollen die Kreise, Kugeln oder Bälle assoziieren. Bewegung auf schrägen Ebenen. Nichts wirkt stabil und behäbig, alles ist lebendig und bewegt. Hier sind ebenfalls wieder die Fliesenblöcke als Grundthema, das sich durch alle Gestaltungsbereiche zieht, aufgegriffen. Starke, klare Farben reflektieren die Kraft der Bewegung. <br />Die <span style="font-weight: bold;">MENSA</span> ist der zentrale Raum des Gebäudekomplexes. Die Darstellung von Gemüse, Früchten, Samen, Nüssen, Nematoden und Erde soll eher den Charakter und Pflanzentypus im Allgemeinen zeigen. Diesem Ansinnen folgt auch die Entscheidung, die Farben nicht der Realität des Gartens anzupassen. Vielmehr ordnet sich die Farbgebung meinem Konzept, das den Mensaraum beleben soll, ein: einerseits mit harmonischen Farbabstufungen in den sehr großen Fliesenflächen, bietet der flächenmäßig kleinere Mosaikpart mit der Darstellung der Pflanzen ein bewegtes Farbspektrum, welches die Kontrastfarben aufgreift. Text von Tanja Lebski



Ort der Sinne

Mit meiner Arbeit habe ich einen Ort der Sinne schaffen wollen, an dem die Kinder verweilen mögen, neugierig werden, Spaß haben, sich zurückziehen können und auch selber zu Gestaltern werden. Ich sehe mein Kunstwerk als Sinnesraum für die Kinder, als Möglichkeit und Rahmen für etwas, das von den Kindern vervollständigt wird. Das ist hier in Form eines Kunst-Projektes mit den Kindern der Einrichtung geschehen. Die Kinder haben unter meiner Anleitung, entsprechend ihrem Alter, eigenständig die Themen Licht/Glas und Röhren/Recycling bearbeitet. Sie bekommen Zutrauen in sich selbst und im Umgang mit verschieden, für sie nicht alltäglichen Materialien und Werkzeugen. Meine Erfahrung aus Kinder-Projekten dieser Art zeigt ein enormes Potenzial, deren Ergebnisse die Kinder stolz und selbstbewusst macht und ihre Identifikation mit der Einrichtung stärkt. Darüber hinaus gibt es einen Ort zum Fühlen/Tasten, bei dem die Kinder in die Tasthäuser Gegenstände legen und erfühlen können und einen Ort des Rückzuges. Dieser bietet Platz für mehrere Kinder und oder Erzieher/innen zum Spielen, vorlesen.... Text von Gabi Bruckmann



<span style="font-weight: bold;">Aufgabenstellung<br /></span>Erstellung eines „Kunst am Bau-Objektes“ das den hohen handwerklichen Anforderungen, in künstlerischer Weise, thematisch u. gestalterisch gerecht wird und des Weiteren mit der klaren Formsprache der Architektur korrespondiert. <span style="font-weight: bold;">Materialauswahl<br /></span>Gerippe Kastenrohrkonstruktion <br />Bekleidung Cortenstahl korrodiert<br />Inlet laminiertes Floatglas&nbsp; <span style="font-weight: bold;">Interpretation</span> <br />&nbsp;Metall u. Glas sind elementare Werkstoffe derer sich das klassische Handwerk bedient. Dem Objekt liegt das „künstlerisch Erdachte und meisterlich Gemachte“ zu Grunde und schlägt somit den Bogen vom Handwerk via Kunsthandwerk - zur Kunst. Die Skulptur in einem der 4 Innenhöfe des Gebäudekomplexes ist von allen Seiten und auf allen Ebenen gut sichtbar. Die umgebenen Glasfronten reflektieren das Objekt in vielen Facetten, so dass teilweise der Eindruck eines Skulpturensembles entsteht. Bei Dämmerung u. Dunkelheit sorgt die verborgene Illuminierung für zusätzliche, reizvolle Effekte. Text von Wolfgang Hellferich



Ein Mensch setzt seinen Fuss nicht zweimal in denselben Fluss

&quot;Ein Mensch setzt seinen Fuss nicht zweimal in denselben Fluss&quot; Die Arbeit besteht aus 12 Photographien, deren einzelne Motive als Grossdias in Leuchtrahmen montiert und mit Passepartoutrahmen ( H 60 cm, B 78 cm) umfasst werden. Bei den Passepartoutrahmen handelt es sich um weisse Stahlrahmen mit matter Oberfläche. Im Besucherraum der JVA Rohrbach finden Begegnungen und Gespräche zwischen Gefangenen und ihren Verwandten/Freunden statt. Durch die Bildinstallation soll eine ruhige Athmosphäre entstehen in einem möglicherweise emotional aufgeladenen Umfeld. Die Photographien zeigen Wasser in verschiedenen Zuständen und Erscheinungsformen. Das immer bewegliche Wasser ist eine Metapher für den ständigen Wandel, in dem sich das Leben vollzieht. Die Bedeutung dieser Worte könnte man so fassen: Das Wesen des Flusses ist es, zu fliessen. Der Mensch kann das Fliessen nicht anhalten, er ist diesem Prinzip untergeordnet. Jedoch wird der Mensch - immer wenn er den Fluss betritt - anderes Wasser antreffen. Das Fliessen des Wassers in seiner unentwegten Veränderung weist auf die Möglichkeit einer immer wiederkehrenden Erneuerung hin. Text von Ursula Wevers



<span style="font-weight: bold;">Aufgabenstellung:<br /></span>Erstellung eines „Kunst am Bau-Objektes“ bei dem die Nutzung der Liegenschaft ersichtlich wird und sich in dem Umfeld eingliedert. <span style="font-weight: bold;">Materialauswahl:</span>&nbsp;<br />Pfosten - Doppel-T-Träger&nbsp;<br />Tafeln - Cortenstahl mit Konturausschnitte<br />Inlets &nbsp;- Crashglas-Grundfarben <span style="font-weight: bold;">Interpretation: <br /></span>Klare und real erkennbare Darstellungen, die den unspektakulären Anforderungen der Wohngegend gerecht werden. Aber dennoch bei der näheren Betrachtung birgt die Technik ein gewisses abstraktes Moment in sich, indem die einzelnen Figuren durch die Erstellung von bloßen Kontraste zwischen dünner- u. stärker verlaufenden Parallelen, deutlich werden. Die gestaffelte Dreiergruppe der Stelltafeln mit jeweils abgesetzten, geschweiften Abschlüsse lassen das gesamte Arrangement stimmig miteinander korrespondieren. Text von Wolfgang Helfferich



<span style="font-weight: bold;">Aufgabenstellung:<br /></span>Erstellung eines „Kunst am Bau-Objektes“ aus dem die Nutzung der Halle ersichtlich wird, (nämlich Sport, Gesang und Theater) sowie der Name der Halle hervor geht. <span style="font-weight: bold;">Materialauswahl:</span> <br />Wand - Beton anthrazit<br />Figuren - Cortenstahl korrodiert <br />Kopfinlets - Acrylglas klar <span style="font-weight: bold;">Interpretation:<br /></span>Dynamische Bewegungsabläufe, stellvertretend für sportliche-, musikalische- u. darstellende Tätigkeiten, ohne symbolisch festgeschriebene Hilfsmittel zu verwenden, sollen dem Betrachter die Vielseitigkeit, und Entfaltungsmöglichkeiten, die die Halle ermöglicht, vermitteln. Die Verwendung von anthrazit eingefärbtem Beton für die Präsentationswand, soll Bezug auf den für die Region typischen Abbau von Schiefer nehmen. Die handgegossenen Betonbuchstaben sind neben der Funktion der Namensgebung der Halle, auf Grund ihrer Beschaffenheit und belassenen Oberfläche ein weiteres gestaltendes Element im Detail. Text von Wolfgang Helfferich



<span style="font-weight: bold;">Aufgabenstellung:<br /></span>Es wurde gewünscht, dass die Kunst am Bau, auf meditative und dreidimensionale Weise eine positive Atmosphäre für den Unterricht schafft. <span style="font-weight: bold;">Materialauswahl:<br /></span>Bekleidungen - Cortenstahl korrodiert <br />Inlet - laminiertes Floatglas <span style="font-weight: bold;"> Interpretation:</span> <br />Das Erscheinungsbild meiner Objekte ändert sich bei jedem Blickwinkel und jeder Art von Licht. – Von flackerndem Kerzenlicht bis hin zum grellen Sonnenlicht, öffnet sich ein Spektrum der optischen Vielfältigkeit. Der Betrachter der Objekte glaubt zu wissen, dass die Materialien starr und fest sind, aber stellt zugleich fest, dass Glas in der Wirkung ungemein beweglich ist und fließend erscheint. Geht man der Sache physikalisch auf den Grund, wird man nachlesen können, dass sich Glas in einem fließendem Aggregatzustand befindet! <span style="font-weight: bold;">Stichwort Dreidimensionalität:</span> <br />Kunst am Bau, ist aus meiner Sicht dann am spannendsten, wenn sie mit der Architektur und den Begebenheiten eine Symbiose eingeht. Somit wird „Kunst im öffentlichen Raum“ begeh- u. erlebbar. Stichwort Meditation Der Mensch sehnt sich nach Entspannung und Läuterung. Das Spannungsfeld der irisierenden und fließenden Glasstrukturen sowie der geordneten Strenge der Installationen meiner Objekte, wirkt durchaus meditativ. Licht - Glas - Raum - Ruhe Text von Wolfgang Helfferich



<span style="font-weight: bold;">Aufgabenstellung:<br /></span>Es wurden 6 Betonstelen, jeweils 1,5 x 0,8 x 4,5 m, auf der Länge von ca. 50 Meter, entlang des neuen Messeverwaltungsgebäudes, in einer Reihe aufgestellt. Jede dieser Stelen wies eine durchgehende Aussparung mit den Abmessungen von 90 x 140 cm auf. <br />Es wurde die Aufgabe gestellt, die Nischen dahin gehend zu gestalten, indem sich die Kunst am Bau auf das Wesen und Erscheinungsbild der Messethematik beziehen sollte. <span style="font-weight: bold;">Materialauswahl:</span> <br />Bekleidungen - Zinkblech <br />Inlet - laminiertes Weißglas mit pigmentierten Glasstreifenapplikationen <span style="font-weight: bold;">Interpretation:<br /></span>Die fortlaufenden, farbwechselnden Spiralen, die sich, zwischen der Glaslaminierung befindet, könnten beispielsweise das breit gefächerte Spektrum des Messeangebotes, darstellen. Die Assoziation wäre - so wie sich meine Objekte, je nach Betrachtungswinkel, den vorherrschende Lichtverhältnisse und Bewegungsmomenten, ständig verändern – verhält sich auch das fortwährende, wechselnde und ergänzende Angebot von Gütern und Dienstleistungen einer Messe. Text von Wolfgang Helfferich



<span style="font-weight: bold;">Ausschreibungsart:</span> <br />Begrenzte Ausschreibung auf 3 Kunstschaffende aus der unmittelbaren Region und dem südlichen Rheinland-Pfalz. <span style="font-weight: bold;">Aufgabenstellung:<br /></span>Erstellung eines „Objektes“, eingehend auf die Namensgebung der Sporthalle, mit wegweisender Fernwirkung, auf künstlerischem Niveau. <span style="font-weight: bold;">Materialauswahl:</span> <br />Gerippe - &nbsp; Stahlrohrkonstruktion <br />Verkleidung - Verbund-Sicherheitsglas,Alu-Bleche <br />Abschluss - laminiertes Floatglas, pigmentiert<br />Krone - Windfangfigur, Alu <br />Illuminierung - Bodenscheinwerfer <span style="font-weight: bold;">Interpretation:<br /></span>Ein Wettbewerb mit Auftragscharakter. Die Lichtsäule wirkt über die dimensionierte Präsenz und der Wechselwirkung mit Licht und Wind. Text Wolfgang Helfferich



<span style="font-weight: bold;">Material:</span> Kalkstein, Granit



<span style="font-weight: bold;">Material:</span> Bronze, Messing, Kalkstein Ach, wie soll ich es sagen?<br />Es geht, es bleibt. <br />Es bleibt, es trennt sich von diesem und das. <br />Es wird Sie oder Er: Es lernt das Leben. <br />Hier ist auch der Ort, wo es geschieht:<br />Das Kind lernt, das es Mensch wird. Text von Guy Charlier



<span style="font-weight: bold;">Material: </span>Bronze, Kalkstein



Figur für Berlin

<span style="font-weight: bold;">Material:</span> Aluminium gegossen, ziseliert, teilweise poliert.<br /><br />Den Eingangsbereich akzentuiert eine ca. drei Meter hohe Figur. <br />Die Drehung des Kopfes setzt die strenge Figuration, die mit der Architektur harmoniert, in spannungsvolle Vibration. <br />Ein plastischer „Schatten“ nimmt die Horizontale auf und weist auf die Türsituation.<br />Das Material kontrastiert mit dem der Architektur. Die helle, lichte, durch partielles Polieren die Umgebung reflektierende und einbeziehende Plastik ist gerade für die raumumschließende Eingangssituation sinnstiftend. <br />Je nach Tageszeit oder Beleuchtung entsteht eine entsprechende sich ständig verändernde Wirkung der Lichtreflexion. Senkrechte und Waagrechte, letztlich die Bedingung unserer Existenz wie der Architektur, beinhaltet diese Skulptur.<br />Sie ist kein in der Architektur aufgehendes Accessoire, sondern steht als autonomes Zeichen für die figurative Bildhauerei. Text von Professor Thomas Duttenhoefer



Januskopf

<span style="font-weight: bold;">Material:</span> Bronze versilbert <br />Seit Jahren beschäftigt mich das Thema „Kopf“ in seiner vielfältigen Gestaltungsmöglichkeit. Er bildet die Dominante des menschlichen Körpers. Dabei reduziere ich die Figur und konzentriere mich ausschließlich auf ihn. Er steht für das Geistige im Menschen, daher hat er für mich unendliche Aussagekraft. Auf der Suche nach dem „Urkopf“ finde ich „Helmköpfe“, „Beilköpfe“, „Visierköpfe“,… <br /><br />Für die künstlerische Gestaltung der Landesvertretung Rheinland-Pfalz wählte ich das für mich typische Thema: Doppelkopf.<br />Der „Januskopf“, ein Kopf mit zwei Gesichtern, fand auf der Brüstung der Dachterrasse einen idealen Standort. Hier bildet mein Kunstwerk einen Blickfang für den Besucher auf der Terrasse und es nimmt dabei wenig Platz für sich in Anspruch. In dieser Platzierung greift sie in die Bodengestaltung der Licht- und Kunstlinie der Gartenarchitektur ein und bildet somit gemeinsam eine kompositionelle Einheit. Auch ergibt sich durch die Asymmetrie des Standplatzes eine Ausgewogenheit d.h. die Skulptur lässt den Hauptblick für den Besucher frei. Sie bildet gleichzeitig einen bewussten Kontrast zur Architektur. Das Doppelgesicht meiner Skulptur versinnbildlicht in seiner Anordnung zur Terrassenseite einen „Philosophenkopf“ und empfängt den Besucher mit seiner ihm eigenen Aussagekraft. Er korrespondiert mit dem Beschauer, lässt ihm jedoch die Freiheit seiner Fantasie und Gedankenwelt. Der „Visierkopf“ zur Stadtseite ist weit sichtbar und bildet einen interessanten Blickfang. Er soll an eine mahnende und zugleich versöhnende Aussage erinnern. Als Schutz und Abwehr lässt sich dabei eine Verbindung zum Außengelände finden.<br />Die Wahl des Materials, Bronze versilbert, fügt sich in die umgebene Farbgebung gut ein und wird dabei ihrem privilegierten Standort gerecht. Die Form und Linienführung des „Januskopfes“ können als Zeichen seiner Zeit Zeugnis geben und werden im Einklang mit der Architektur auf Dauer Bestand haben. Text von Karl-Hein Deutsch



Interaktive Lichtprojektion

<span style="font-weight: bold;">Das Gebäude<br /></span>Der Entwurf des Architekturbüros Benthem &amp; Crouwel für den Kulturbau der Stadt Koblenz basiert auf dem Bild eines vom Wasser umströmten Felsens, dessen Ecken durch die Kraft des Wassers über die Zeit rund geschliffen wurden. So wie der Felsen in der Wasserströmung, steht der Kulturbau des „Forum Confluentes“ auf dem Zentralplatz von Koblenz und wird von den Platzbesuchern umströmt (Abb. 2). Genau hier setzt auch mein Entwurf für ein Kunstprojekt an dem Gebäude an. <span style="font-weight: bold;">Projektbeschreibung<br /></span>Mit einer IR-Kamera werden die Menschen und ihre Bewegungen auf dem Platz wahrgenommen und über eine Software als abstrakte Grafiken mit einem Hochleistungsbeamer an die Fassade des Kulturbaues projiziert. Die Menschen werden als Rechtecke dargestellt, die sich gemäß ihrer Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit in Ist-Zeit über die Fassade bewegen. Der Weg erscheint optional als Linie. Rechtecke und Linien können mit unterschiedlichen Strichstärken und Farben dargestellt werden.<br />Die Anlage projiziert die Bewegungsströme auf einem bestimmten Bereich des Platzes an die Fassade und generiert bewegte Grafiken, die sofort wieder verschwinden. Sie kann aber auch als Werkzeug benutzt werden, mit dem aktiv gezeichnet werden kann. Die Platzbesucher „konsumieren“ nicht eine Vorstellung, sie beeinflussen auch nicht ein vorhandenes Bild, sondern das Bild entsteht erst durch die Anwesenheit der Menschen auf dem Platz, durch Art und Weise ihrer Bewegungen, ihrer Bewegungsrichtung, Geschwindigkeit, usw. <br />Wenn sich kein Mensch durch den Erfassungskegel der Wärmebildkamera bewegt, erscheint auf der Fassade auch kein Bild.<br />Jede Bildsequenz ist einzig, wie jeder Moment im „richtigen Leben“. Zu jedem Zeitpunkt sind alle Menschen mit an der Gestaltung des „Gesamtbildes“ beteiligt, auch wenn das nicht immer, für jeden und in der Gesamtheit sichtbar ist.<br />Dieses „Kunst am Bau“ - Projekt gibt dem Bürger seine Verantwortung, im übertragenen Sinn, für das kulturelle Leben in seiner Stadt zurück. Die interaktive Lichtprojektion startet jeden Abend nach Einbruch der Dunkelheit und endet um 23.30 Uhr. Text von Ulrich Westerfrölke



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