Entscheidung | Kunst und Bau Wettbewerb

Neubau der Hochschule Ludwigshafen, Ernst-Boehe-Str. 4 in 67059 Ludwigshafen am Rhein

Mit der Wahl des Preisträgers ist das  Wettbewerbsverfahren für die Hochschule Ludwigshafen am 19.03.2018 erfolgreich abgeschlossen worden. 

Der ausgewählte Entwurf soll mit der Fertigstellung des Neubaus im Jahr 2022 realisiert werden.

Anlass und Ziel:

Die Hochschule Ludwigshafen am Rhein mit ihren Schwerpunkten in Betriebswirtschaftslehre, Sozial- und Gesundheitswesen soll durch den Neubau des Gebäudes C komplett in der Ernst-Boehe-Straße 4 untergebracht sein.

Verfahren:

Der beschränkte Kunst-und-Bau-Wettbewerb mit offenem vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren wurde am 21.09.17 ausgelobt.
Aus den 119 eingegangenen Bewerbungen wählte am 27.11.18 ein Auswahlgremium 10 geeignete Künstlerinnen/Künstler/Künstlergruppen für die Teilnahme am beschränkten Wettbewerb aus.
Das Wettbewerbsverfahren erfolgte gemäß Richtlinie für die Durchführung von Bauaufgaben des Landes Rheinland-Pfalz (RLBau, K 7) und in Anlehnung an die Richtlinien für die Durchführung von Planungswettbewerben RPW (2013).

Eingeladene Künstlerinnen und Künstler:

Nadine Arbeiter
Fritz Baltus
Dellbrügge de Moll
Adib Fricke
Thorsten Goldberg
Andreas Kaiser
Judith Leinen
Birgit Schuh
Barbara Wille, Thilo Folkerts
Georg Zey, Inges Idee

Wettbewerbsaufgabe (Auszug):

Das Campusgelände der Hochschule Ludwigshafen besteht aus wenigen nüchternen Gebäuden um eine zentrale Grünfläche.
In der Mitte des Campus der Hochschule lassen sich zwei Situationen mit künstlerischen Mitteln akzentuieren.  Zum einen das zentrale Wegekreuz, zum andern der benachbarte Hain.
Dieser gesamte innere Campusbereich, ggf. bis in die fortführenden Treppenhäuser hinein, soll als vielgestaltige Aufenthalts- und Kommunikationslandschaft, als ein mehrdimensionaler Begegnungsort ausgebildet werden.

Der Auslober sieht die Aufgabenstellung als Chance, ein Szenario zu gestalten, in dem das Zentrum des Campus als sein Herzstück und besonderer Ort zur Geltung gebracht wird.

Entscheidung Preisgericht:

Für den Wettbewerb mit offenem vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren » Neubau der Hochschule Ludwigshafen « wurden insgesamt 10 Arbeiten fristgerecht und ohne erhebliche Minderleistungen eingereicht und zum Preisgericht zugelassen.

Das Preisgericht tagte am 19.03.2018 in der Hochschule Ludwigshafen und empfiehlt, den ersten Preisträger mit der Realisierung zu beauftragen. 

Gewonnen hat die Arbeit »Es wird-Ich weiss« des Künstlers Adib Fricke.

Begründung Jury (Auszug):

Der Beitrag „Es wird-Ich weiss“ besteht aus zwei prägnanten Schriftelementen.Sie betonen den Kreuzungspunkt der Wegeachsen des Campusgeländes:
Der Schriftzug „Es wird“ soll mit Fernwirkung mittig über der Langfassade angebracht werden, das Wortpaar „Ich weiss“ in der Passerelle, gegenüber der Bibliothek.
So wirkt die Botschaft, die sich unmissverständlich auf das Hauptwerk des gebürtigen Ludwigshafener Philosophen Ernst Bloch „Das Prinzip Hoffnung“ bezieht, sowohl nach außen, als auch nach innen. Die Wortpaare funktionieren sowohl gemeinsam, als auch eigenständig als ermutigender Kommentar zur Funktion des Ortes.
Eine Hochschule ist per se ein Ort des Werdens und Wissens. Die subtile Verdichtung dieses komplexen Bedeutungsraumes hat ein großes identitätsstiftendes Potential.
Das Preisgericht ist davon überzeugt, dass es seine zeitlose Gültigkeit und die emotional wie rational erlebbare Ausstrahlung behalten wird.

Begründung Jury (Auszug):

Der Beitrag „Es wird-Ich weiss“ besteht aus zwei prägnanten Schriftelementen. Sie betonen den Kreuzungspunkt der Wegeachsen des Campusgeländes:
Der Schriftzug „Es wird“ soll mit Fernwirkung mittig über der Langfassade angebracht werden, das Wortpaar „Ich weiss“ in der Passerelle, gegenüber der Bibliothek.
So wirkt die Botschaft, die sich unmissverständlich auf das Hauptwerk des gebürtigen Ludwigshafener Philosophen Ernst Bloch „Das Prinzip Hoffnung“ bezieht, sowohl nach außen, als auch nach innen. Die Wortpaare funktionieren sowohl gemeinsam, als auch eigenständig als ermutigender Kommentar zur Funktion des Ortes.
Eine Hochschule ist per se ein Ort des Werdens und Wissens. Die subtile Verdichtung dieses komplexen Bedeutungsraumes hat ein großes identitätsstiftendes Potential.
Das Preisgericht ist davon überzeugt, dass es seine zeitlose Gültigkeit und die emotional wie rational erlebbare Ausstrahlung behalten wird

Konzeptidee Künstler (Auszug):

Hochschulen sind Orte der Wandlung. Die Studentinnen und Studenten durchleben einen Entwicklungsprozess, der sie vom Beginn des Studiums bis in das Berufsleben führt. Lernend und forschend zugleich: Vom "Wissen-Wollen" bewegen sie sich hin zum "Jetzt-Weiß-Ich".
Hochschulen sind Orte des Werdens mit Gravitationsschüben in die persönliche Zukunft der Studierenden.
Mit großen, leuchtenden Buchstaben sind zwei Kurz-Sätze auf dem Campus der Hochschule Ludwigshafen zu sehen. Zusammen bilden sie das Kunstwerk, das speziell für diesen Ort entwickelt ist.
Beide Worteinheiten sind gedankliche Begleiter, sie ermuntern zu Hoffnung und Sehnsucht, zu Optimismus und Freiheit. Gleichzeitig stehen sie für das Praktische und Handlungsorientierte, beides Kernpunkte der angewandten Wissenschaften.
In positiver Weise prägen die Kurz-Sätze den kommunikativen Alltag der Studierenden untereinander und können zum geflügelten Wort an der Hochschule Ludwigshafen werden: ES WIRD, ICH WEISS – ICH WEISS, ES WIRD.

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